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Ungelöste Punkte bei den Iran-USA-Gesprächen: Straße von Hormus, Libanon und das Schicksal des 300-Milliarden-Dollar-Fonds

Obwohl der Entwurf eines Abkommens, auf den sich der Iran und die USA Berichten zufolge geeinigt haben, bedeutende Entwicklungen in den Bereichen Wirtschaft und Sicherheit vorsieht, bleiben kritische Fragen wie die Beendigung der israelischen Militärpräsenz im Libanon, die Schaffung von Ressourcen für den Wiederaufbau des Iran und der Status der Straße von Hormus ungeklärt.

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Ungelöste Punkte bei den Iran-USA-Gesprächen: Straße von Hormus, Libanon und das Schicksal des 300-Milliarden-Dollar-Fonds

Der Entwurf einer Vereinbarung, der aus den Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA hervorgegangen ist, signalisiert zwar, dass die Parteien erhebliche Fortschritte erzielt haben, doch wird berichtet, dass einige Kernpunkte weiterhin rätselhaft bleiben. Insbesondere der Entwurf, der dem Iran wirtschaftliche Vorteile eröffnen soll, weist bei Punkten zur regionalen Sicherheit erhebliche Unsicherheiten auf.

Obwohl der Entwurf im wirtschaftlichen Bereich wichtige Schritte zugunsten des Iran enthalten soll und als Lösung gegen die israelische Militärpräsenz im Libanon konzipiert wurde, ist die praktische Umsetzung dieser Regelung vor Ort weiterhin umstritten. Zudem geht aus dem Entwurf nicht klar hervor, woher der riesige Fonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar, der zum Wiederaufbau des Iran beitragen soll, stammen und wie er finanziert werden soll.

Es wird angemerkt, dass bei den Gesprächen kein klarer Konsens über den künftigen Status der Straße von Hormus erzielt wurde, was Fragen darüber aufwirft, wie sich dies auf das Gleichgewicht in der Region auswirken wird.

In dem Dokument verpflichtet sich die USA zur Aufhebung aller gegen den Iran verhängten Wirtschaftssanktionen. In diesem Rahmen sollen sowohl die auf Beschlüssen des UN-Sicherheitsrates und der Internationalen Atomenergie-Organisation basierenden Beschränkungen als auch die primären und sekundären Sanktionen der USA aufgehoben werden.

Darüber hinaus wird angegeben, dass das US-Finanzministerium plant, die iranischen Öl-, Petrochemie- und damit verbundenen Finanztransaktionen mit Inkrafttreten des Abkommens von den Sanktionen auszunehmen. In diesem Zusammenhang sollen die eingefrorenen Vermögenswerte des Iran freigegeben und die Verfügungsgewalt darüber der iranischen Zentralbank übertragen werden.

Einer der bemerkenswertesten Abschnitte des Dokuments ist der Fonds in Höhe von mindestens 300 Milliarden Dollar, der für die wirtschaftliche Entwicklung des Iran geschaffen werden soll. Obwohl erklärt wird, dass die USA und ihre regionalen Partner zur Schaffung dieses Fonds beitragen werden, enthält der Entwurf keine Details zur Herkunft des Geldes. Es ist nicht geklärt, ob der Fonds direkt von den USA, den Golfstaaten oder internationalen Organisationen bereitgestellt wird. Auch die Methode, ob es sich um einen Zuschuss, ein Darlehen oder eine Investition handelt, wurde nicht erläutert. Der Sprecher des katarischen Außenministeriums, Majid Al-Ansari, teilte mit, dass in diesem Rahmen keine Zahlungen aus Katar geleistet wurden.

Dass sich der Iran im Entwurf verpflichtet, keine Atomwaffen zu entwickeln, wird als wichtiger Gewinn für Washington hervorgehoben. Es gibt jedoch keine Erklärung darüber, dass der Iran seine Urananreicherungskapazität vollständig aufgeben oder seine Anlagen schließen wird. Bis zum Abschluss des Abkommens wird der Iran seine derzeitigen nuklearen Aktivitäten auf dem bestehenden Niveau fortsetzen; die USA werden ihrerseits keine neuen Sanktionsschritte unternehmen.

LIBANON UND DIE FRAGE DER ISRAELISCHEN MILITÄRPRÄSENZ NICHT GEKLÄRT

Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass die Verhandlungen das Ziel beinhalten, die israelische Besatzung im Libanon zu beenden. In dem Entwurf, der Bloomberg vorliegt, gibt es jedoch keinen direkten Bezug zu diesem Thema. Es findet sich lediglich der Hinweis, dass mit der Unterzeichnung des Abkommens der Krieg an allen Fronten des iranisch-amerikanischen Konflikts enden werde. Daher ist eine Grenz- oder Statusregelung für den vollständigen Abzug Israels aus dem Libanon im Text nicht explizit dargelegt. Die israelische Seite kündigte zudem an, dass sie keine Pläne für einen Abzug der Armee aus dem Süden des Landes habe.

SCHIFFFAHRT UND ABZUG DER US-STREITKRÄFTE AUS DER REGION

Das Abkommen umfasst Schritte wie die Aufhebung der US-Seeblockade gegen den Iran und die Rückkehr der iranischen Handelsschiffe zum Zustand vor dem Krieg. Im Gegenzug wird der Iran Verantwortung für die Normalisierung des Handelsverkehrs in der Straße von Hormus und im Golf von Oman übernehmen. Ob die Straße von Hormus jedoch zu ihrem alten Status zurückkehren wird, ist noch nicht geklärt.

Bezüglich der Aktivitäten der US-Militäreinheiten in der Region ist geplant, dass die amerikanischen Soldaten innerhalb von 30 Tagen nach der endgültigen Fassung des Abkommens abziehen. Es ist jedoch nicht klar angegeben, welche Einheiten und welche Regionen dies betrifft.

Die Parteien streben an, innerhalb von 60 Tagen nach der offiziellen Unterzeichnungszeremonie zu einem Ergebnis zu kommen. Es wird betont, dass diese Frist verlängert werden kann. Damit das Abkommen nach internationalem Recht gültig ist, wurde ein Beschluss des UN-Sicherheitsrates zur Bedingung gemacht.

Trotz allem haben der Iran und die USA den Text, auf den man sich geeinigt hat, noch nicht offiziell veröffentlicht. Dennoch wird geäußert, dass die Details vor der Zeremonie am 19. Juni in der Schweiz bekannt gegeben werden sollen.


Nachrichtenquelle: 12punto

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