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Verhandlungen zwischen Damaskus und SDF gescheitert: Wie wird die Zukunft Syriens aussehen?

Die Verhandlungen zwischen dem zum Präsidenten der neuen syrischen Regierung gewählten Ahmed al-Shara und dem Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mazlum Abdi, sind aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über die Zukunft Syriens gescheitert.

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Verhandlungen zwischen Damaskus und SDF gescheitert: Wie wird die Zukunft Syriens aussehen?

Zwischen dem Anführer der neuen syrischen Regierung, Ahmed al-Shara, und dem Kommandeur der Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), Mazlum Abdi, wurden Verhandlungen über die Zukunft des Landes geführt. Bei dem Treffen wurden kritische Themen wie die Gebiete östlich des Euphrat und die Zukunft der SDF erörtert. Al-Shara forderte die Übergabe der unter SDF-Kontrolle stehenden wirtschaftlichen Ressourcen an die neue Regierung. Abdi reagierte jedoch nicht positiv auf diese Forderung. Berichten zufolge verliefen die Gespräche zwischen den Parteien ergebnislos.

Al-Shara hatte bereits vor den Verhandlungen erklärt: „Wir können die Präsenz ausländischer Kämpfergruppen in Syrien nicht akzeptieren.“ Diese Aussage deutete auf einen der grundlegenden Streitpunkte zwischen den Parteien hin.

Mazlum Abdi stellte während der Verhandlungen zwei grundlegende Forderungen. Diese betrafen den Erhalt des Status der autonomen Verwaltung und die Unabhängigkeit der militärischen Struktur der SDF. Diese Wünsche, die den Zielen der Regierung in Damaskus zur Stärkung der zentralen Autorität widersprachen, wurden von al-Shara nicht akzeptiert.

Ahmed al-Shara legte seinerseits einen Fahrplan vor, der Schritte wie die Abgabe der Waffen der SDF an den Staat, den Abzug ausländischer Kämpfer aus der Region und die Übertragung der Kontrolle über die Ölressourcen an Damaskus vorsah. Al-Shara sicherte zudem zu, dass die kulturellen und politischen Rechte der Kurden garantiert würden.

Wie Independent Türkçe berichtet, wurde der von der Regierung in Damaskus vorgelegte Plan von den USA und der Europäischen Union positiv aufgenommen. Die Ablehnung dieses Plans durch die SDF könnte jedoch das Risiko erhöhen, dass die Regierung in Damaskus ihre internationale Unterstützung verliert.

Andererseits wird behauptet, dass die Regierung in Damaskus versucht, ihren Einfluss in der Region zu stärken, indem sie beginnt, mit arabischen Gruppen innerhalb der SDF zu kommunizieren.

Es ist bekannt, dass die SDF darauf abzielt, ihre Position am Verhandlungstisch zu stärken, indem sie die Kontrolle über die Ressourcen behält und den Aufbau staatlicher Institutionen behindert. Insbesondere die Möglichkeit eines Abzugs der USA aus der Region hat jedoch zu Fragen über die Zukunft der SDF in der Region geführt.

Der bewaffnete Arm der SDF, die YPG, kontrolliert etwa ein Drittel Syriens. Es ist bekannt, dass die YPG direkte Verbindungen zur PKK hat.

DIE POSITION DER SDF IN SYRIEN

Das Festfahren der Verhandlungen könnte die Regierung in Damaskus dazu veranlassen, alternative Optionen in Betracht zu ziehen. Zu diesen Optionen gehören die Verringerung der internationalen Unterstützung für die SDF und die Genehmigung begrenzter militärischer Operationen durch die Türkei.

Die SDF kämpft derweil sowohl mit einer internen Legitimationskrise als auch mit Unsicherheiten von außen. Insbesondere der Einfluss des Qandil-Flügels und die wachsende Rolle des Iran in der Region erweisen sich als wichtige Faktoren, die die Zukunft der SDF prägen werden.

Dieses komplexe Bild in Syrien kann sich je nach Haltung der regionalen und internationalen Akteure schnell ändern. Doch derzeit erschweren die unnachgiebigen Positionen der Parteien eine Lösung zusätzlich.


Nachrichtenquelle: 12punto

Syrien SDF Ahmed asch-Schara Mazlum Abdi