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Washington Post enthüllt: 'Israel setzte im Libanon Munition mit weißem Phosphor ein'

Die Washington Post hat Überreste von in den USA hergestellten Artilleriegeschossen mit weißem Phosphor gefunden, die Israel bei einem Angriff im Süden des Libanons eingesetzt hatte, bei dem 9 Menschen verletzt wurden.

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Washington Post enthüllt: 'Israel setzte im Libanon Munition mit weißem Phosphor ein'

Dem Bericht der Zeitung zufolge fand ein Korrespondent der Washington Post vor Ort Überreste von 155-mm-Artilleriegeschossen mit weißem Phosphor, die das israelische Militär bei Angriffen auf die Ortschaft Dahayra am 16. Oktober eingesetzt hatte.

In dem Bericht wird zudem festgehalten, dass die auf den Überresten der Phosphorgranaten gefundenen Produktionscodes mit der Terminologie übereinstimmen, die zur Klassifizierung von in den USA hergestellter Munition verwendet wird. Es stellte sich heraus, dass die betreffende Munition in den Jahren 1989 und 1992 in Munitionsdepots in Louisiana und Arkansas hergestellt wurde.

Waffenexperten bestätigen, dass die hellgrüne Farbe der gefundenen Granatenüberreste sowie die darauf eingeprägten „WP“-Symbole mit denen von Artilleriegeschossen mit weißem Phosphor übereinstimmen.

Israelische Streitkräfte hatten die 2.000 Einwohner zählende Ortschaft Dahayra am 16. Oktober die ganze Nacht hindurch mit weißer Phosphormunition beschossen, wobei die Bewohner keine Möglichkeit zur Flucht hatten.

Die Bewohner von Dahayra beschreiben den israelischen Beschuss als eine "schwarze Nacht".

Drei der 9 Personen, die bei dem israelischen Angriff auf Dahayra verletzt wurden, mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

In einer schriftlichen Erklärung von Amnesty International vom 31. Oktober wurde mitgeteilt, dass der Angriff Israels auf die libanesische Grenzortschaft Dahayra am 16. Oktober, bei dem "nicht zwischen Zivilisten und Kombattanten unterschieden wurde", rechtswidrig sei und als Kriegsverbrechen untersucht werden müsse.

Es wurde festgehalten, dass Forscher von Amnesty International überzeugende Beweise gesammelt sowie Videos und Fotos verifiziert hätten, die belegen, dass bei den Angriffen auf Dahayra sowie die Grenzorte Al-Mari und Aita al-Chaab zwischen dem 10. und 16. Oktober ebenfalls weißer Phosphor eingesetzt wurde.

AUCH AMNESTY INTERNATIONAL HATTE DEN EINSATZ VON WEISSEM PHOSPHOR IM GAZA-STREIFEN MIT BEWEISEN BELEGT

Amnesty International bestätigte, dass die israelischen Militäreinheiten, die den Gazastreifen angriffen, mit Artilleriegeschossen mit weißem Phosphor ausgestattet waren, und warnte: "Weißer Phosphor verursacht schreckliche Schmerzen und lebensverändernde Verletzungen und kann nicht mit Wasser gelöscht werden. Genau deshalb darf weißer Phosphor niemals in zivilen Gebieten eingesetzt werden."

Zu den Beweisen, mit denen Amnesty International dokumentierte, dass die israelische Armee in dicht besiedelten zivilen Gebieten des Gazastreifens Artilleriegeschosse mit weißem Phosphor einsetzte, gehörten auch Fotos, die von einem Fotojournalisten der Nachrichtenagentur Anadolu (AA) aufgenommen wurden.

Human Rights Watch (HRW) hatte ebenfalls bekannt gegeben, dass Israel bei seinen Militäroperationen im Gazastreifen und im Libanon weißen Phosphor eingesetzt hat.

In der Erklärung von HRW hieß es: "Israel hat durch den Einsatz von weißem Phosphor bei seinen Militäroperationen im Gazastreifen und im Libanon Zivilisten dem Risiko schwerer und langfristiger Verletzungen ausgesetzt."


Nachrichtenquelle: AA

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