'Wir werden feiern, wenn das Abkommen steht': Iran dementiert Trumps Brief-Behauptung
Auf Trumps Behauptung, er habe dem iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei einen Brief geschickt, um Verhandlungen über Atomwaffen zu führen, hat der Iran reagiert. Iranische Beamte teilten mit, dass es keine diplomatischen Kontakte zur Trump-Regierung gebe.
12punto AUSLANDSREDAKTION
US-Präsident Donald Trump behauptete, er habe dem iranischen Religionsführer Ayatollah Ali Khamenei einen Brief geschickt und Gespräche über das Atomwaffenprogramm gefordert. Der Iran wies Trumps Behauptung zurück und stellte klar, dass keinerlei Kontakt zu den USA bestehe.
In einer Rede im vergangenen Monat betonte Trump, dass der Iran keine Atomwaffen besitzen dürfe, und sprach sich für ein Atomabkommen aus, das zur Entwicklung der Region beitragen würde. Zu möglichen Schritten der USA, sollte das Abkommen nicht akzeptiert werden, vermied Trump konkrete Angaben. Der US-Präsident fügte hinzu, dass ''etwas sehr Großes in Bezug auf den Iran passieren werde'' und 'jeder davon hören werde'.
Trump betonte, dass dieses Abkommen so schnell wie möglich umgesetzt werden müsse:
''Wenn das Abkommen steht, sollten wir im Nahen Osten eine große Feier abhalten. Gott segne die Region.''
Die Ständige Vertretung des Iran bei den Vereinten Nationen dementierte Trumps Worte mit der Erklärung: 'Bis heute haben wir einen solchen Brief nicht erhalten.' In der Erklärung des Iran wurde betont, dass zwischen den beiden Ländern 'unter keinem Titel' diplomatische Gespräche geführt würden.

Khamenei behauptete kurz vor Trumps Äußerungen in einer Rede an das iranische Volk, dass ''die USA ein unzuverlässiger Teufel'' seien.
TRUMPS BRIEF-BEHAUPTUNG
In Erklärungen aus dem Oval Office gab Trump bekannt, er habe einen Brief an Khamenei geschrieben und darin den Beginn von Verhandlungen über ein Atomabkommen vorgeschlagen. Trumps Behauptung zufolge entwickelte der Iran seit Anfang der 2000er Jahre ein 'geheimes Atomwaffenprojekt'.
Trump erklärte, dass Israel und die USA 'niemals zulassen könnten', dass der Iran Atomwaffen besitze, und äußerte sich wie folgt:
''Ich hoffe, sie werden sich treffen, denn das wird für den Iran viel besser sein. Ich denke, sie warten auch auf den Brief. Die andere Option wäre, dass wir handeln müssen. Denn wir können keine neue Atomwaffe zulassen.''

Israel und die USA behaupteten, der Iran führe Urananreicherungsarbeiten durch, um Atomwaffen zu entwickeln. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärte in seinen Stellungnahmen, dass ''die Option eines Angriffs auf den Iran immer auf dem Tisch liege''.
'MAN KANN WISSEN NICHT DURCH BOMBEN ZERSTÖREN'
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte, dass sie keine Verhandlungen über das Atomprogramm aufnehmen würden, solange die USA ihre Politik des maximalen Drucks fortsetzten. Araghchi bewertete auch die Möglichkeit eines Angriffs von Israel und den USA auf den Iran und wies darauf hin, dass die 'wissenschaftlichen Unternehmungen' seines Landes nicht durch aggressive Haltungen verhindert werden könnten.
Araghchi reagierte auf Trumps Äußerungen, warf den USA und Israel vor, 'nach einem Vorwand für einen Angriff zu suchen', und äußerte sich wie folgt:
''Das iranische Atomprogramm kann nicht durch einen militärischen Angriff beseitigt werden. Dies ist eine Technologie, die wir erlangt haben, und man kann Wissen nicht durch Bomben zerstören.''
Auch die Ständige Vertretung des Iran bei der UNO wies Trumps Brief-Behauptungen zurück und gab offiziell bekannt, dass sie eine solche Nachricht nicht erhalten hätten. Trump äußerte sich nicht dazu, dass der Iran ihn dementiert hat.
Nachrichtenquelle: 12punto
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