Zahl der Festnahmen bei Palästina-Solidaritätsprotesten in London steigt!
In der britischen Hauptstadt London ist die Zahl der Festnahmen bei den gestrigen Solidaritätsprotesten für die von der Regierung als verbotene Organisation eingestufte Gruppe "Palestine Action" auf 523 gestiegen.
In der britischen Hauptstadt London ist die Zahl der Festnahmen bei einer Solidaritätskundgebung, die gestern von Hunderten Menschen für die von der Regierung als verbotene Gruppe eingestufte "Palestine Action" organisiert wurde, gestiegen. Nach Angaben der Londoner Polizei erhöhte sich die Zahl der Demonstranten, die bei einem Polizeieinsatz gegen die auf dem Trafalgar Square versammelte Menge wegen des Vorwurfs der "Unterstützung einer verbotenen Organisation" festgenommen wurden, auf 523. Die Polizei teilte mit, dass das Alter der Festgenommenen zwischen 18 und 87 Jahren liegt.

PROTEST FAND UNTER DEM MOTTO "TAG FÜR ALLE" STATT
Bei den gestrigen Protesten zur Unterstützung der Gruppe, die gegen die Angriffe Israels auf Zivilisten im Gazastreifen demonstrierte, trugen die Teilnehmer Transparente mit Slogans wie "Ich stehe gegen den Völkermord. Ich unterstütze Palestine Action". Einige Demonstranten hielten zudem Schilder hoch, die das Recht auf Protest verteidigten und sich gegen die USA und Israel richteten. Die Proteste, die auf Aufruf der Aktivistengruppe "Defend Our Juries", die gegen Ungerechtigkeiten im britischen Justizwesen kämpft, unter dem Namen "Tag für alle" organisiert wurden, zielten nach Angaben der Aktivisten darauf ab, "unermüdlichen Widerstand gegen das Verbot von Palestine Action zu leisten".

DIE EINSTUFUNG VON PALESTINE ACTION ALS VERBOTENE ORGANISATION
Die Gruppe Palestine Action war durch ihre Aktionen in Großbritannien nach Beginn der israelischen Angriffe auf Gaza am 7. Oktober 2023 bekannt geworden. Im vergangenen Juni drangen Mitglieder der Gruppe in den Luftwaffenstützpunkt Brize Norton der Royal Air Force (RAF) in Oxfordshire ein und besprühten die Triebwerke von zwei Militärflugzeugen mit roter Farbe, mit der Begründung, diese würden bei Operationen im Nahen Osten eingesetzt.

Nach diesem Vorfall handelte die britische Regierung und nahm die Gruppe ab dem 5. Juli in die Liste der verbotenen Organisationen auf. Damit wurde der Weg für Haftstrafen von bis zu 14 Jahren für Mitglieder oder Unterstützer von Palestine Action geebnet; zudem wurde bekannt, dass das Tragen von T-Shirts oder Anstecknadeln mit dem Namen der Gruppe mit bis zu sechs Monaten Haft bestraft werden kann.
Nachrichtenquelle: İHA
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