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Zahlen zur Bilanz der Proteste im Iran sorgen für Diskussionen

Am 22. Tag der durch die anhaltende Wirtschaftskrise ausgelösten Proteste im Iran sorgen unterschiedliche Angaben zu den Todesopfern und Festnahmen für Gesprächsstoff. Inoffizielle Einschätzungen deuten darauf hin, dass die Zahl der Verluste in die Zehntausende geht.

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Zahlen zur Bilanz der Proteste im Iran sorgen für Diskussionen

Die Demonstrationen im Iran, die am 28. Dezember 2025 aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten begannen, halten landesweit an. Seit Beginn der Proteste sind widersprüchliche Informationen über die Zahl der Todesopfer und Festnahmen aufgetaucht.

Nach Angaben der in den USA ansässigen Nachrichtenagentur für Menschenrechtsaktivisten im Iran (HRANA) ist die Zahl der bei den Protesten getöteten Menschen auf 3.308 gestiegen. Die Agentur verzeichnete zudem, dass 24.266 Personen von Sicherheitskräften festgenommen wurden. HRANA wies darauf hin, dass sich die Todesfälle vor allem in den Regionen konzentrierten, in denen die Interventionen besonders hart ausfielen.

MINDESTENS 5 TAUSEND TOTE

Ein weiterer iranischer Beamter, der anonym bleiben wollte, behauptete, die bestätigte Zahl der Toten liege bei mindestens 5.000. Derselbe Beamte erklärte, dass diese Zahl auch etwa 500 Sicherheitskräfte umfasse. Es wurde angegeben, dass die Mehrheit der Verluste in den Provinzen im Nordwesten des Landes auftrat, in denen die kurdische Bevölkerung stark vertreten ist. Laut der Aussage des Beamten wurden „bewaffnete Gruppen und terroristische Elemente“ als Verantwortliche für die Todesfälle genannt.

BERICHT VERÖFFENTLICHT

Einige im Gesundheitswesen tätige iranische Ärzte sprachen in einem von ihnen erstellten Bericht von Verlusten, die weit über den offiziellen Zahlen liegen. Die betreffenden Mediziner behaupteten, dass während der Proteste mindestens 16.500 Menschen ihr Leben verloren hätten und die Zahl der Verletzten 330.000 überschritten habe. In dem Bericht wurde behauptet, dass die Mehrheit der Verstorbenen unter 30 Jahre alt sei und die Sicherheitskräfte Waffen auf militärischem Niveau eingesetzt hätten. Der Bericht bezeichnete die Ereignisse als ein „Massaker, das in digitaler Dunkelheit stattfindet“.

Die Proteste waren als Reaktion auf den massiven Wertverlust der Landeswährung und die steigenden Lebenshaltungskosten auf dem Großen Basar in der Hauptstadt Teheran entflammt und hatten sich in kurzer Zeit auf viele Städte ausgebreitet. Nachdem die Gewalt in der Hauptstadt am 8. Januar zugenommen hatte, wurden im gesamten Iran verschiedene Einschränkungen des Internetzugangs verhängt. Die Zahl der Verluste und Festnahmen ist aufgrund der Inkonsistenzen zwischen offiziellen Stellen und verschiedenen Quellen weiterhin unklar.


Nachrichtenquelle: 12punto

Iran