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Zukunft des NATO-Gipfels ungewiss

Nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump auf dem NATO-Gipfel in Ankara wächst die Ungewissheit über künftige Treffen der Staats- und Regierungschefs. Insbesondere der nächste Gipfel und die geplante Gastgeberrolle Albaniens stehen im Fokus der Debatte.

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Zukunft des NATO-Gipfels ungewiss

Der NATO-Gipfel, der diese Woche in Ankara stattfand, war hinter den Kulissen von kritischen Entwicklungen geprägt. Die anhaltende Kritik von US-Präsident Donald Trump am Bündnis hat die Zukunft der traditionellen NATO-Gipfeltreffen in Frage gestellt. Dass Trump offen erklärte, er habe Ankara nur aufgrund seiner engen Beziehungen zu Präsident Recep Tayyip Erdoğan besucht und das Militärbündnis dabei herabwürdigte, hat die Sorgen der Verbündeten hinsichtlich des nächsten Gipfels verstärkt.

Wie in diplomatischen Kreisen zu hören ist, wird ernsthaft darüber diskutiert, ob der jährliche NATO-Gipfel in Zukunft verschoben oder gar abgesagt werden könnte. Ausgangspunkt dieser Debatten sind Trumps scharfe Kritik an den Verbündeten und seine Haltung, die die Unterstützung für das Bündnis in Frage stellt.

Es besteht die Möglichkeit, dass der für das kommende Jahr in Albanien geplante Gipfel nicht wie vorgesehen stattfinden wird. Diplomatische Quellen deuten darauf hin, dass hinter einer möglichen Verschiebung die Absicht stecken könnte, Trumps öffentliche Angriffe auf die NATO zu verhindern.

NATO-Generalsekretär Mark Rutte setzt sich weiterhin für regelmäßige Treffen auf Führungsebene ein. Es heißt, Rutte habe Trump aktuelle Daten zu den gestiegenen Verteidigungsausgaben der Mitgliedstaaten vorgelegt, doch ob dieser Ansatz Trump überzeugen wird, bleibt unklar.

Unterdessen stehen auch Bedenken hinsichtlich des albanischen Verteidigungshaushalts im Raum. Albanien, das das Ziel der NATO, mindestens zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben, bis vor kurzem nicht erreichte, steht sowohl wegen finanzieller Verpflichtungen als auch wegen möglicher Probleme bei der Ausrichtung des Gipfels in der Kritik. Diese Entwicklungen könnten Trump einen Vorwand liefern, das Bündnis erneut für die Lastenteilung zu kritisieren.

Ein konkretes Anzeichen für diese Debatten auf dem Gipfel in Ankara zeigte sich im Entwurf der Abschlusserklärung. Darin finden sich keinerlei Angaben zu Ort oder Datum des nächsten Gipfels.

Eine der klarsten institutionellen Äußerungen zu diesem Thema kam von dem hochrangigen NATO-Militär Giuseppe Cavo Dragone. In einem Interview mit Bloomberg TV bestätigte Dragone zwar, dass der Gipfel in Albanien stattfinden werde, fügte jedoch hinzu, dass eine endgültige Entscheidung über das Jahr noch nicht getroffen worden sei.

In einer Zeit erhöhter geopolitischer Spannungen, in der die USA den größten Beitrag zum NATO-Haushalt leisten, wird die Erschütterung des Sitzungskalenders als Zeichen dafür gewertet, dass die NATO unter der Führung von Trump mit einem fragilen Gleichgewicht zu kämpfen hat.


Nachrichtenquelle: 12punto