Arbeitslosenquote in der Türkei erreicht Rekordniveau
Wirtschaftliche Schwierigkeiten haben die Arbeitslosenquoten auf den höchsten Stand der letzten Jahre getrieben. Während die weit gefasste Arbeitslosenquote auf 32,2 Prozent gestiegen ist, hat die Zahl der tatsächlichen Arbeitslosen 13 Millionen erreicht.
Die wirtschaftliche Schrumpfung hat sich negativ auf die Beschäftigung in der Türkei ausgewirkt. Insbesondere im Industriesektor, der unter dem Druck hoher Zinsen und Inflation steht, haben Entlassungen in vielen Bereichen zugenommen. Während im letzten Jahr 2,2 Millionen Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben, nähert sich die Zahl der tatsächlichen Arbeitslosen der Marke von 13 Millionen.
Nach Angaben des Türkischen Statistischen Instituts (TÜİK) stieg die Zahl der Arbeitslosen im April 2025 um 203.000 Personen auf 3 Millionen 63.000. Die Arbeitslosenquote wurde mit 8,6 Prozent verzeichnet. Die Zahl der Erwerbstätigen sank hingegen um 316.000 Personen auf 32 Millionen 359.000. Die weit gefasste Arbeitslosenquote stieg im April auf 32,2 Prozent.
DIE HÖCHSTE ARBEITSLOSENQUOTE SEIT LANGEM
Ein von DİSK-AR erstellter Bericht stellte fest, dass die tatsächliche Arbeitslosenquote auf 13 Millionen zusteuert und dies die höchste jemals in der Geschichte der Türkei verzeichnete Arbeitslosenquote darstellt.
In dem Bericht wurde darauf hingewiesen, dass die weit gefasste Arbeitslosenquote von 32,2 Prozent, die 13 Millionen Menschen umfasst, den höchsten Stand seit Januar 2014 erreicht hat und die weit gefasste Arbeitslosigkeit von 32,2 Prozent einen Rekordwert der letzten 136 Monate darstellt.
Auch bei der Frauenbeschäftigung gab es einen deutlichen Rückgang. Laut TÜİK-Daten sank das Erwerbspersonenpotenzial im April um 114.000 Personen auf 35 Millionen 421.000. Die Arbeitslosenquote wurde bei Männern auf 7,1 Prozent und bei Frauen auf 11,5 Prozent geschätzt. Dem DİSK-AR-Bericht zufolge wurde die weit gefasste Arbeitslosenquote bei Männern mit 27,5 Prozent und bei Frauen mit 40 Prozent berechnet.
AUSWIRKUNGEN DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Ökonomen weisen auf die schwerwiegenden Folgen des aktuellen Wirtschaftsprogramms hin. Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Hayri Kozanoğlu erklärte, dass der Anstieg der Quote der ungenutzten Arbeitskräfte auf 32,2 Prozent besorgniserregend sei. Die Finanzmarktexpertin İris Cibre äußerte, dass der Anstieg der weit gefassten Arbeitslosenquote auf 32,2 Prozent bedeute, dass jeder dritte Mensch arbeitslos sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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