Brent-Ölpreis übersteigt 120 Dollar und erreicht Höchststand seit vier Jahren
Anzeichen für eine Verschärfung der US-Handelssanktionen gegen den Iran sowie geopolitische Spannungen im Nahen Osten haben zu einem schnellen Preisanstieg auf den Ölmärkten geführt.
Die Aufwärtsdynamik an den Ölmärkten lässt nicht nach. Signale, dass die USA ihre Export-Sanktionen gegen den Iran noch für längere Zeit aufrechterhalten werden, sowie das Ausbleiben von Fortschritten bei den Atomverhandlungen mit dem Iran haben dazu geführt, dass die Rohölpreise auf die höchsten Stände seit Jahren geklettert sind.
Der Preis für ein Barrel Brent-Öl stieg um 1,96 Prozent auf 120 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit 2022. Die amerikanische Rohölsorte WTI wurde mit einem Anstieg von 0,2 Prozent bei 107,09 Dollar gehandelt. Mitte der Woche hatte es bei Brent einen Sprung von etwa 6 Prozent und bei WTI von 7 Prozent gegeben.
Die Vorbereitungen der Regierung in Washington, eine umfassende Blockade zu verhängen, die dem Iran die Seewege verschließen würde, hat am Markt für ernsthafte Sorgen hinsichtlich der Versorgung gesorgt. In diesem Prozess wurde berichtet, dass US-Präsident Donald Trump das Angebot des Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, abgelehnt habe; in Kommentaren zu diesem Thema wurde betont, dass dies darauf hindeute, dass das Embargo fortgesetzt werde, bis eine umfassendere nukleare Einigung erzielt sei.
In einem Beitrag auf der Social-Media-Plattform Truth Social äußerte sich Trump scharf gegenüber der iranischen Führung:
„Der Iran erholt sich nicht. Sie wissen nicht, wie sie ein Abkommen ohne Atomwaffen unterzeichnen sollen. Sie müssen endlich zur Vernunft kommen!“, schrieb er. Der Beitrag wurde von einem KI-generierten Bild begleitet, auf dem Trump eine Waffe hält und im Hintergrund Explosionen zu sehen sind, sowie dem Slogan „ES GIBT KEINE GUTEN MÄNNER MEHR!“.

Während die Erwartung einer Angebotsverknappung infolge der Konflikte im Nahen Osten auch in den Berichten der LSEG hervorgehoben wird, ist der Anteil der Exporte, die aus der Region getätigt werden können, erheblich gesunken. Schätzungen von Goldman Sachs zufolge sind die Ölexporte durch die Straße von Hormus auf nur noch 4 Prozent des üblichen Niveaus zurückgegangen.
Experten sind der Ansicht, dass sich der Versorgungsengpass auf dem Markt verschärfen könnte, falls die amerikanische Blockade andauert, da die Exportkapazitäten des Iran eingeschränkt sind und die Lagerkapazitäten im Land begrenzt sind.
Andererseits wird prognostiziert, dass der erwartete Produktionsanstieg nach dem Austritt der Vereinigten Arabischen Emirate aus der OPEC kurzfristig nicht ausreichen wird, um die Angebotsverknappung auf dem Ölmarkt auszugleichen, und dass dieser Effekt erst allmählich und mittelfristig spürbar sein wird.
Nachrichtenquelle: 12punto
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