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Busunternehmen reduzieren Fahrten aufgrund hoher Kosten

Im Fernverkehr schließt sich die Preislücke zwischen Bus- und Flugtickets auf vielen Strecken. Birol Özcan, Vorsitzender des türkischen Busunternehmerverbandes (TOFED), erklärte, dass die Ticketpreise aufgrund steigender Kosten nicht im gleichen Maße angehoben werden konnten und die Anzahl der Unternehmen in den letzten fünf Jahren deutlich zurückgegangen ist. Özcan wies darauf hin, dass der Wettbewerb durch Fluggesellschaften und Hochgeschwindigkeitszüge zu Fahrgastverlusten geführt habe, die Zahl der Fahrtausfälle steige und neue Regulierungen für die Nachhaltigkeit der Branche erforderlich seien.

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Busunternehmen reduzieren Fahrten aufgrund hoher Kosten

Im Fernverkehr beginnen sich die Preisverhältnisse zu verschieben. Auf einigen Hauptstrecken nähern sich die Buspreise dem Niveau des Flugverkehrs an, während auf anderen Routen Flugreisen zu günstigeren Preisen angeboten werden. Auf der Strecke Istanbul–Bodrum beginnen Flugtickets bei 850 TL, während Bustickets auf derselben Strecke für 1.200 TL verkauft werden.

BRANCHE STARTET MIT FINANZIELLER BELASTUNG IN DAS JAHR 2025

Wie Songül Dalgıç Bilgili von Nefes berichtet, erklärte der Vorsitzende des türkischen Busunternehmerverbandes (TOFED), Birol Özcan, dass sich der Straßenpersonenverkehr ab 2025 mit erheblichem Kostendruck konfrontiert sieht. Er betonte, dass die hohe Inflation und der Anstieg der Grundkosten die Betriebsbedingungen der Branche erschweren.

KOSTEN GESTIEGEN, ABER NICHT AUF TICKETS ÜBERTRAGBAR

Özcan teilte mit, dass die im Laufe des Jahres gestiegenen Kosten nicht ausreichend auf die Ticketpreise umgelegt werden konnten, und merkte an, dass insbesondere der Anstieg bei Abschreibungen, Ersatzteilen, Personal- und Versicherungskosten die Finanzstruktur der Unternehmen negativ beeinflusse.

ANZAHL DER UNTERNEHMEN VON ÜBER 500 AUF 300 GESUNKEN

Özcan erklärte, dass die Anzahl der Hauptunternehmen mit D1- und B1-Genehmigung in der gesamten Türkei in den letzten fünf Jahren deutlich zurückgegangen sei und von über 500 auf etwa 300 gesunken sei. Er fügte hinzu, dass einige lokale Unternehmen den Markt verlassen hätten, während andere unter das Dach großer Marken geschlüpft seien.

KRAFTSTOFFKOSTEN SIND ZUM ENTSCHEIDENDEN FAKTOR GEWORDEN

Özcan betonte, dass Kraftstoff etwa 60 Prozent der Betriebskosten der Branche ausmache, und erklärte, dass die seit 2020 verzeichneten Anstiege der Kraftstoffpreise weit über den Ticketpreiserhöhungen lägen. Er erinnerte daran, dass für den Busverkehr trotz seines Charakters als öffentlicher Dienst keine Sonderkonditionen bei den Kraftstoffpreisen gewährt würden.

FAHRTENANZAHL SINKT, BUSSE BLEIBEN STEHEN

Özcan erklärte, dass die Frühbucher- und flexiblen Preismodelle der Fluggesellschaften zu Fahrgastverlusten führten, was wiederum die Zahl der Fahrtausfälle erhöhe. Er teilte mit, dass vor der Pandemie täglich 1.800 bis 2.000 Busse von den großen Busbahnhöfen in Istanbul abfuhren, während diese Zahl heute auf etwa 800 gesunken sei.

YHT-STRECKEN HABEN FAHRGASTVERLUSTE VERSCHÄRFT

Özcan wies darauf hin, dass auf den Strecken Ankara–Istanbul, Ankara–Sivas und Konya, auf denen Hochgeschwindigkeitszüge (YHT) aktiv sind, die Zahl der Busfahrgäste um 35 bis 40 Prozent zurückgegangen sei. Fahrten mit einer Auslastung von unter 50 Prozent würden daher zusammengelegt oder gestrichen.

REGULIERUNGSFORDERUNGEN FÜR DIE BRANCHE

Özcan betonte, dass zur Vermeidung eines ruinösen Wettbewerbs in der Branche die Anwendung von Mindestpreisen beibehalten werden müsse. Er wies zudem auf die Bedeutung einer Senkung der Mehrwertsteuer, die Einführung spezieller Tarife für Brücken- und Autobahnmauten sowie die Bereitstellung von Kraftstoffunterstützung für den gewerblichen Personenverkehr hin.


Nachrichtenquelle: 12punto