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Debatte um das Großmarktgesetz: 'Die Lösung ist die Förderung der Produktion'

Hüseyin Demirtaş, Vorsitzender des türkischen Landwirtschaftsverbandes (TZD), erklärte, dass die Erwartungen an den Entwurf des Großmarktgesetzes, von dem in der Öffentlichkeit behauptet wird, er würde die Lebensmittelpreise senken, nicht realistisch seien. Er sagte: „Die Lösung besteht darin, den Erzeuger zu unterstützen. Es gibt keine Produkte auf den Feldern, kein Obst an den Bäumen. Die Türkei könnte zum ersten Mal in ihrer Geschichte gezwungen sein, Frischobst und -gemüse zu importieren.“

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Debatte um das Großmarktgesetz: 'Die Lösung ist die Förderung der Produktion'

Hüseyin Demirtaş, Vorsitzender des türkischen Landwirtschaftsverbandes (TZD), erklärte: "Mit dem Inkrafttreten des Großmarktgesetzes werden die Lebensmittelpreise nicht sinken. Damit die Preise fallen, muss der Erzeuger unterstützt werden. Es gibt keine Produkte auf den Feldern, kein Obst an den Bäumen. Das lässt sich auch nicht in einem Jahr beheben. Selbst die Walnussbäume sind vertrocknet, ganz zu schweigen von den Früchten. Auch im nächsten Jahr fallen Kosten für Pflege, Pflanzenschutzmittel und Dünger an. Das sind alles Ausgaben. In diesem Jahr wird der Landwirt nichts ernten können, und die Türkei wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte gezwungen sein, Frischobst und -gemüse zu importieren."

Das Handelsministerium hat den Entwurf zur Änderung des Gesetzes Nr. 5957 über die Regulierung des Handels mit Gemüse und Obst sowie anderen Waren mit ausreichender Angebots- und Nachfragetiefe, bekannt als ‘Großmarktgesetz’, zur Stellungnahme vorgelegt. TZD-Vorsitzender Hüseyin Demirtaş äußerte sich zu dem Entwurf des Großmarktgesetzes, von dem es heißt: "Wenn es Gesetz wird, werden die Gemüse- und Obstpreise sinken."

Demirtaş betonte, dass die im Entwurf enthaltene Regelung, wonach die ‘Befugnis zur Errichtung von Großmärkten von den Kommunen auf das Handelsministerium übertragen werden soll’, diskutiert werden müsse. Zudem unterstrich er, dass die geplanten Regelungen die Gemüse- und Obstpreise nicht senken würden und die Lösung in der Unterstützung der Erzeuger liege.

"ZUR PREISSENKUNG MUSS DER ERZEUGER UNTERSTÜTZT WERDEN"

Demirtaş erklärte, dass das Großmarktgesetz schon seit vielen Jahren diskutiert werde, und betonte, dass selbst bei einer Verabschiedung des Entwurfs kein Rückgang der Gemüse- und Obstpreise zu erwarten sei. Er sagte dazu:

"In der Öffentlichkeit gibt es die Erwartung, dass mit der Verabschiedung der Regelung die Gemüse- und Obstpreise sinken werden. Besonders auf Verbraucherebene. So etwas gibt es nicht, dieses ‚Das Großmarktgesetz kommt und wir werden günstigere Lebensmittel bekommen‘... Es wurde bereits veröffentlicht: Laut Erzeugerpreisindex produziert der Landwirt teuer. Das heißt, er verkauft sein Produkt entweder zum Selbstkostenpreis oder darunter. In den letzten zwei Jahren konnte er nichts verdienen, er hat draufgezahlt. Daher gibt es keinen Grund, sich solche Hoffnungen zu machen. Damit die Preise sinken, muss der Erzeuger unterstützt werden."

"WIR KÖNNTEN ZUM ERSTEN MAL IN DER GESCHICHTE DER TÜRKEI GEZWUNGEN SEIN, FRISCHOBST ZU IMPORTIEREN"

Demirtaş wies darauf hin, dass es infolge der diesjährigen Naturereignisse zu einem sehr deutlichen Produktionsrückgang bei Gemüse und Obst kommen werde: "Es gibt keine Produkte auf den Feldern, kein Obst an den Bäumen. Das lässt sich auch nicht in einem Jahr beheben. Selbst die Walnussbäume sind vertrocknet, ganz zu schweigen von den Früchten. Auch im nächsten Jahr fallen Kosten für Pflege, Pflanzenschutzmittel und Dünger an. Das sind alles Ausgaben. In diesem Jahr wird der Landwirt nichts ernten können, und die Türkei wird zum ersten Mal in ihrer Geschichte gezwungen sein, Frischobst und -gemüse zu importieren", sagte er.

Demirtaş erklärte, dass ein weiterer Punkt im Entwurf des Großmarktgesetzes die Verkürzung der Lieferkette sei. Dies sei bereits mehrfach versucht worden, habe aber die Preise nicht beeinflusst. Zudem betonte er, dass eines der Themen, die im Gesetzentwurf am meisten diskutiert werden müssten, die Übertragung der Befugnis zur Errichtung von Großmärkten von den Kommunen auf das Handelsministerium sei.


Nachrichtenquelle: 12punto