Droht eine Ölkrise? Minister Bayraktar äußert sich
Während die eskalierenden Spannungen zwischen dem Iran und Israel im Nahen Osten die Energiepreise schwanken lassen, erklärte der türkische Energieminister Alparslan Bayraktar: „Es gibt kein Versorgungsproblem, aber die Preise könnten steigen.“ Bayraktar betonte, dass die Türkei kein Öl aus dem Iran beziehe und die Produktion in Gabar die Importe teilweise ersetze.
Nachdem Israel die Erdölraffinerie Shahid Tondguyan südlich der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen hatte, nahm der Iran seinerseits die Ölraffinerien in der israelischen Stadt Haifa ins Visier. Die gegenseitigen Angriffe lösten Sorgen um die weltweite Ölversorgung aus und führten zu plötzlichen Sprüngen bei den Energiepreisen.
Während die Spannungen zwischen dem Iran und Israel im Nahen Osten die Energiemärkte in Alarmbereitschaft versetzen, gab der türkische Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, eine kritische Erklärung ab.

WIRD DIE TÜRKEI BETROFFEN SEIN?
Wie Sputnik berichtet, erklärte Bayraktar, dass die Türkei keine Versorgungsprobleme habe, und sagte:
„Es könnte zu einer negativen Situation in Bezug auf das weltweite Angebot kommen. Die Preise haben bereits sofort reagiert. Sie steigen ein wenig an. Könnten sie noch weiter steigen? Das ist möglich. Aber auf der Angebotsseite sehen wir kein Problem. Die Türkei bezieht ohnehin seit 2019 kein Öl mehr aus dem Iran. Es gibt eine Rohölversorgung, die von Basra ausgeht und durch die Straße von Hormus in die Türkei gelangt. Basierend auf den Zahlen des letzten Jahres macht dies etwa 20 Prozent aus. Das müssen wir irgendwie ersetzen.“
Bayraktar gab auch Auskunft darüber, ob die heimische Produktion der Türkei diesen Bedarf decken könne, und fuhr fort:
„Wir decken 8 Prozent unseres Ölbedarfs aus Gabar. Aber natürlich können diese Mengen ersetzt werden. Der wichtigste Effekt für uns wäre makroökonomisch der Anstieg bei den Importposten. Der Ölpreis ist von 60 Dollar auf 76 Dollar gestiegen. Ähnliche Auswirkungen wird es auf Erdgas geben. Auch der Erdgaspreis könnte steigen. Wir sehen keine Probleme bei der Versorgungssicherheit. Wir beziehen Gas aus dem Iran, aber kein Öl. Auch beim Gas sehen wir keine Probleme.“
Nachrichtenquelle: 12punto
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