Erdgasexporte aus dem Iran in die Türkei gestoppt
Nach einem israelischen Angriff auf das Gasfeld South Pars hat der Iran die Erdgaslieferungen in die Türkei vorübergehend eingestellt. Diese Entwicklung sorgt für Unruhe auf dem türkischen Energiemarkt, wobei jedoch berichtet wird, dass die Gasversorgung durch andere Hauptlieferanten weiterhin gewährleistet ist.
Wie bekannt wurde, hat der Iran die Erdgaslieferungen in die Türkei eingestellt, nachdem Israel in der vergangenen Woche das riesige Erdgasfeld South Pars im Südosten angegriffen hatte.
Da etwa 14 Prozent des türkischen Erdgasverbrauchs aus dem Iran gedeckt werden, werden die Auswirkungen dieses plötzlichen Lieferstopps nun genau beobachtet.
Berichten des türkischen Verbandes der Erdgasverteiler zufolge wurde im Jahr 2025 ein bedeutender Teil des gesamten Erdgasbedarfs der Türkei durch den Nachbarn Iran gedeckt. Die iranischen Behörden haben jedoch noch keine klare Erklärung dazu abgegeben, wann der Gasfluss wieder normalisiert werden soll.
Branchenquellen, die gegenüber Bloomberg sprachen, erklärten, dass die Türkei die Gasversorgung aus Russland und Aserbaidschan fortsetze und die vorhandenen Speicherkapazitäten ausreichend seien. Der Minister für Energie und natürliche Ressourcen, Alparslan Bayraktar, hatte in einer Erklärung im vergangenen November daran erinnert, dass die gesamte Erdgasspeicherkapazität der Türkei 6,3 Milliarden Kubikmeter erreicht habe. Es wird verzeichnet, dass der durchschnittliche tägliche Erdgasverbrauch der Türkei im März bei 230 Millionen Kubikmetern liegt.
ANGRIFFE FÜHRTEN ZU SCHWANKUNGEN AUF DEN ENERGIEMÄRKTEN
Der israelische Angriff vom 18. März zielte nicht nur auf den Iran ab, sondern führte auch dazu, dass global bedeutende Energieanlagen wie Ras Laffan in Katar ins Visier gerieten. Während Teheran auf diesen Schritt mit Vergeltungsmaßnahmen reagierte, nahmen die Bewegungen auf den Öl- und Gasmärkten zu.
Die Preise für Gas-Futures in Europa erreichten die höchsten Stände der letzten drei Jahre, was einem Anstieg von durchschnittlich 70 Prozent im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg entspricht. Experten betonen, dass jede Entwicklung im Nahen Osten, die Energieleitungen betrifft, direkte Auswirkungen auf die globalen Märkte hat.
Für den Iran ist das Feld South Pars ein zentraler Punkt, sowohl für die interne Stromerzeugung des Landes als auch für den Erdgasexport ins Ausland. Es wird berichtet, dass es nach dem Angriff nicht nur zu Unterbrechungen der Erdgaslieferungen an die Türkei, sondern auch an den Irak kam, wobei der Fluss in den Irak nach einiger Zeit teilweise wieder aufgenommen wurde.
In den vergangenen Jahren hatte der Iran die Gasversorgung in die Türkei aufgrund technischer Gründe in bestimmten Zeiträumen eingeschränkt, insbesondere aufgrund der gestiegenen Binnennachfrage in den Wintermonaten. Das jüngste Ereignis hat erneut verdeutlicht, wie wichtig geopolitische Risiken in der Region für die langfristige Energieplanung sind.
Nachrichtenquelle: 12punto
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