Europäische Zentralbank gibt Zinsentscheidung bekannt
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre mit Spannung erwartete Zinsentscheidung bekannt gegeben.
In der Erklärung der Europäischen Zentralbank (EZB) zur geldpolitischen Entscheidung wurde mitgeteilt, dass die Bank den Refinanzierungssatz bei 4,50 Prozent, den Einlagensatz bei 4 Prozent und den Spitzenrefinanzierungssatz bei 4,75 Prozent belässt.
Damit wurden bei der dritten Sitzung des Jahres zur Geldpolitik die drei Leitzinsen zum fünften Mal in Folge unverändert gelassen, während die Zinssätze weiterhin auf dem höchsten Stand in der Geschichte des Euro verharren.
Die EZB hatte die Zinssätze nach Juli 2022 in 10 aufeinanderfolgenden Sitzungen um insgesamt 450 Basispunkte angehoben.
Nachdem die EZB im vergangenen Jahr die Zinserhöhungen fortgesetzt hatte, nahm sie seit der Anhebung des Refinanzierungssatzes auf 4,50 Prozent bei der Sitzung im September 2023 keine Änderungen mehr vor.
In der Erklärung zur Zinsentscheidung der EZB hieß es: "Der EZB-Rat hat heute beschlossen, die drei Leitzinsen unverändert zu lassen."
In der Erklärung wurde darauf hingewiesen, dass die Inflation aufgrund des Rückgangs der Lebensmittel- und Warenpreise weiter an Dynamik verliert, die meisten Kernindikatoren für die Inflation eine Verbesserung zeigen und sich das Lohnwachstum verlangsamt hat.
"INLÄNDISCHER PREISDRUCK HÄLT INFLATION HOCH"
In der Erklärung wurde bewertet: "Die Finanzierungsbedingungen bleiben restriktiv. Die vergangenen Zinserhöhungen üben weiterhin Druck auf die Nachfrage aus. Dies trägt dazu bei, die Inflation zu senken. Der inländische Preisdruck ist jedoch stark und hält die Dienstleistungsinflation hoch."
Es wurde betont, dass die EZB entschlossen sei, ihr Inflationsziel von 2 Prozent mittelfristig zu erreichen, und darauf hingewiesen, dass sich die Leitzinsen auf einem Niveau befänden, das einen wesentlichen Beitrag zum laufenden Prozess der Inflationsbekämpfung leiste.
In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass der EZB-Rat weiterhin einen datengestützten und sitzungsbasierten Ansatz verfolgen werde, um das angemessene Niveau und die Dauer der geldpolitischen Straffung zu bestimmen, und sich nicht im Voraus auf einen bestimmten Zins festlegen werde.
Es wurde vermerkt, dass das Portfolio des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten in einem maßvollen und vorhersehbaren Tempo abgebaut werde. Der EZB-Rat plane, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms erworbenen Wertpapiere in der ersten Jahreshälfte 2024 weiterhin vollständig wiederanzulegen und das Portfolio in der zweiten Jahreshälfte um monatlich 7,5 Milliarden Euro zu reduzieren.
Nachrichtenquelle: AA
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