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Europäische Zentralbank könnte Wachstumsprognosen anheben

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, verwies auf die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit der Eurozone und deutete an, dass die Wachstumsprognosen nach oben korrigiert werden könnten.

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Europäische Zentralbank könnte Wachstumsprognosen anheben

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, erklärte in ihrer Rede auf der Veranstaltung „Financial Times Global Boardroom“, dass die Eurozone gegenüber der US-Zollpolitik eine unerwartet starke Haltung gezeigt habe. Lagarde betonte, dass die Europäische Union nicht auf diese Maßnahmen reagiert habe, der Euro nicht an Wert verloren habe und der Arbeitsmarkt robust geblieben sei.

Lagarde sagte: „Wir hatten in unseren letzten Wirtschaftsprognosen bereits einige Aufwärtskorrekturen vorgenommen, und ich denke, dass wir im Dezember eine ähnliche Aktualisierung vornehmen könnten.“

Die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft hat die politischen Entscheidungsträger zu der Überzeugung gelangen lassen, dass die Kreditkosten in naher Zukunft stabil bleiben könnten. Das Bruttoinlandsprodukt der Eurozone wuchs im dritten Quartal um 0,3 Prozent und übertraf damit die bisherigen Prognosen.

Während der Gouverneur der litauischen Zentralbank, Gediminas Simkus, erklärte, er sehe keinen Bedarf für weitere Zinssenkungen, äußerte sich das EZB-Direktoriumsmitglied Isabel Schnabel zufrieden darüber, dass Investoren nun mit Zinserhöhungen als nächstem Schritt rechnen. Diese Äußerungen führten dazu, dass Investoren für das kommende Jahr keine Zinssenkungen der in Frankfurt ansässigen Bank mehr erwarten.

Lagarde erklärte, die Wirtschaft bewege sich „ziemlich nahe an ihrem Potenzial“ und fügte hinzu: „Mit unserer Historie einer Inflation von rund 2 Prozent und unserer mittelfristigen Prognose von 2 Prozent kann ich erneut sagen, dass wir uns in einer guten Position befinden.“ Zudem reagierte sie auf den Aufruf des französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach einem neuen geldpolitischen Ansatz in der Eurozone, der sich nicht nur auf die Inflation, sondern auch auf Wirtschaftswachstum und Beschäftigung konzentrieren solle. Lagarde betonte, dass der bestehende Rahmen bereits die Möglichkeit biete, Themen wie Wachstum, Beschäftigung, Innovation, Produktivität und Klimawandel zu adressieren.


Nachrichtenquelle: 12punto

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