Financial-Times-Analyse zu Erdoğan: 'Erschüttert durch Wirtschaftskrise und İmamoğlu-Druck'
Die Financial Times schreibt, dass die wirtschaftlichen Schwierigkeiten und politischen Spannungen in der Türkei Erdoğans Herrschaft bedrohen. Die Zeitung berichtet, dass die Verhaftung von İmamoğlu zu Protesten auf den Straßen geführt habe und Gerüchte über eine mögliche Entlassung von Şimşek und Karahan die Märkte erschütterten.
Die angesehene, in Großbritannien ansässige Wirtschaftszeitung Financial Times hat die jüngsten politischen Spannungen und die sich vertiefenden wirtschaftlichen Probleme in der Türkei unter die Lupe genommen. In der Analyse mit dem Titel „Wie die angeschlagene Wirtschaft der Türkei Erdoğan schadet“ wird betont, dass Präsident Recep Tayyip Erdoğan sowohl in der Wirtschaftsführung als auch in seiner politischen Strategie eine fragile Phase durchläuft.
VERHAFTUNG VON İMAMOĞLU ERSCHÜTTERT DIE MÄRKTE
In dem Bericht wird auf die gesellschaftlichen Reaktionen nach der Verhaftung des Istanbuler Bürgermeisters Ekrem İmamoğlu am 19. März wegen „Korruptionsvorwürfen“ hingewiesen. Die Financial Times bewertete die Lage wie folgt: „Die Verhaftung von Erdoğans größtem politischen Rivalen löste Massenproteste auf den Straßen und finanzielle Panik aus. Die Zentralbank sah sich gezwungen, den Wechselkurs durch Zinserhöhungen und den Verkauf von Reserven zu stabilisieren.“
AUSLÄNDISCHE INVESTOREN ZIEHEN SICH ZURÜCK
In dem Artikel wird darauf hingewiesen, dass die Fragilität der türkischen Wirtschaft auch internationale Investoren beunruhigt. Mit den Worten „Ausländische Unternehmen haben ihre Investitionspläne auf Eis gelegt. Portfolio-Investoren haben sich aus den türkischen Märkten zurückgezogen“ wurde das Misstrauen an den Märkten unterstrichen.
ÖFFENTLICHE UNTERSTÜTZUNG SCHWINDET, RISIKO EINER WAHLNIEDERLAGE WÄCHST
Unter Verweis auf den aktuellen Wahlkalender stellte die Financial Times fest: „Wenn die Wahlen morgen stattfinden würden, zeigt sich, dass Erdoğan mit deutlichem Abstand gegen İmamoğlu verlieren würde.“ Die Zeitung betonte, dass der wirtschaftliche Zusammenbruch die öffentliche Unterstützung für Erdoğan erheblich geschwächt habe.
SPEKULATIONEN UM ŞİMŞEK UND KARAHAN
Der Bericht enthält auch Behauptungen, dass die wirtschaftliche Entwicklung Erdoğan zu einer Änderung in der Wirtschaftsführung veranlassen könnte. Während sich Gerüchte verbreiten, dass „Mehmet Şimşek und Fatih Karahan entlassen werden könnten“, sind sich Experten einig, dass ein solcher Schritt für die türkischen Märkte verheerend sein könnte.
ÖKONOMEN WARNEN: TÜRKISCHE MÄRKTE KÖNNTEN ZUSAMMENBRECHEN
In der Analyse wird zudem davor gewarnt, dass eine mögliche politische Kehrtwende zu einem plötzlichen Zusammenbruch der türkischen Wirtschaft führen könnte. Mit der Warnung „Wenn das aktuelle Reformprogramm aufgegeben wird, werden die Märkte vollständig zusammenbrechen“, prognostiziert die Financial Times, dass die Türkei in der kommenden Zeit mit ernsthaften wirtschaftlichen Turbulenzen konfrontiert sein könnte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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