600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst warten nach dem Feiertag auf das erste Gehaltserhöhungsangebot
Die Verhandlungen für den Tarifvertrag für den Zeitraum 2025-2026 nähern sich dem Ende. Das erste Gehaltserhöhungsangebot, das die Regierung nach dem Feiertag vorlegen wird, ist ein kritischer Schritt, den die Gewerkschaften, allen voran Türk-İş und Hak-İş, aufmerksam verfolgen.
Im Prozess der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst für die Jahre 2025-2026, der rund 600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst unmittelbar betrifft, wird eine kritische Schwelle überschritten. Die vierte Verhandlungsrunde wird nach dem Opferfest stattfinden, und die Regierung wird bei diesem Treffen ihr erstes offizielles Angebot zur Lohnerhöhung vorlegen.
DAS ERSTE ANGEBOT KOMMT NACH DEM FEIERTAG
Der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Vedat Işıkhan, gab bekannt, dass das erste Angebot zur Lohnerhöhung für Beschäftigte im öffentlichen Dienst nach dem Opferfest vorgelegt werde. Minister Işıkhan sagte: „Wir führen den Prozess gemeinsam mit dem Ministerium für Finanzen und Schatzwesen. So Gott will, werden wir unseren Beschäftigten im öffentlichen Dienst nach dem Feiertag unser erstes Angebot vorlegen. Mit dem Angebot von TÜHİS werden die Verhandlungen beginnen. Ich glaube, dass wir den Prozess im Einvernehmen mit unseren Gewerkschaften abschließen werden.“
Auch die Türkiye Ağır Sanayi ve Hizmet Sektörü Kamu İşverenleri Sendikası (TÜHİS), die die öffentliche Arbeitgeberseite vertritt, hat ihre Vorbereitungen zu den Forderungen der Beschäftigten abgeschlossen.
DIE LOHNFORDERUNG DER GEWERKSCHAFTEN IST KLAR
In dem 21 Punkte umfassenden Entwurf, auf den sich Türk-İş und Hak-İş verständigt haben, sind die Forderungen im Namen der Beschäftigten im öffentlichen Dienst klar aufgeführt. Eine der auffälligsten Forderungen ist, den niedrigsten täglichen Bruttolohn der im öffentlichen Dienst beschäftigten Arbeitnehmer auf 1.800 Lira anzuheben.
Weitere im Entwurf hervorgehobene Forderungen lauten wie folgt:
50 Prozent Lohnerhöhung für die ersten 6 Monate des Jahres 2025,
jeweils 25 Prozent Erhöhung für die zweite Jahreshälfte 2025 sowie für beide Halbjahre 2026,
zusätzlich 10 Prozent Wohlstandsanteil für jeden Zeitraum.
FORDERUNG NACH INFLATIONSAUSGLEICH UND DIENSTALTERSZUSCHLAG
Eine weitere kritische Forderung der Arbeitnehmerkonföderationen ist, den Inflationsausgleich auf die Gehälter anzuwenden. Demnach soll, wenn die tatsächliche Inflationsrate über der vorgesehenen Erhöhung liegt, die Differenz an die Beschäftigten ausgezahlt werden. Zudem fordern die Gewerkschaften, dass auch der Dienstalterszuschlag in die Lohnerhöhung einbezogen wird.
WELCHE SEKTOREN UMFASST DER VERTRAG?
Der Geltungsbereich ist sehr weit. Der betreffende Tarifvertrag im öffentlichen Dienst umfasst Beschäftigte in zahlreichen öffentlichen Einrichtungen wie:
Straßenbau und Eisenbahnen,
Anlagen zur Stromerzeugung und -verteilung,
Ministerien,
Universitäten,
staatliche Krankenhäuser.
Deshalb richten rund 600.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst ihre Aufmerksamkeit auf das erste Angebot zur Lohnerhöhung, das die Regierung bei dem nach dem Feiertag stattfindenden Treffen bekanntgeben wird.
Nachrichtenquelle : 12punto
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