Frührente durch Nachzahlung von Militär- und Geburtszeiten: Sinkt die Rente?
Die Nachzahlung von Militärdienstzeiten kann den Beginn der Versicherung rückwirkend ansetzen und so eine Einstufung unter die EYT-Regelung ermöglichen, doch dieser Vorgang führt nicht immer zu einer höheren Rente. Im Gegenteil: Bei einer Nachzahlung auf Basis hoher Prämien kann es zu einer Rentenkürzung kommen. Experten empfehlen, die Nachzahlung zum niedrigsten Beitragssatz vorzunehmen, um die Rentenhöhe nicht negativ zu beeinflussen.
Ein weiterer Weg zur Frührente für Versicherte ist die Möglichkeit der Nachzahlung. Während weibliche Arbeitnehmerinnen durch die Nachzahlung von Geburtszeiten fehlende Beitragszeiten ausgleichen können, können männliche Arbeitnehmer durch die Nachzahlung von Militärdienstzeiten ihr Renteneintrittsdatum vorverlegen.
Nachzahlungen können sich sowohl erhöhend als auch mindernd auf die Rentenhöhe auswirken. Es wurde darauf hingewiesen, dass es vorteilhafter ist, die Nachzahlung zum niedrigsten Beitragssatz vorzunehmen, um fehlende Beitragszeiten auszugleichen.
Die Nachzahlung von Militärdienstzeiten ermöglicht es, Militärdienst, der vor oder nach Beginn der versicherungspflichtigen Beschäftigung geleistet wurde, bei der Sozialversicherungsanstalt (SGK) anrechnen zu lassen. Dieses System, das nützlich ist, um unter die EYT-Regelung zu fallen und unabhängig vom Alter in Rente zu gehen, kann die Rentenhöhe sowohl erhöhen als auch senken.
Der Wirtschaftsjournalist von Habertürk, Ahmet Kıvanç, schrieb, dass es vorteilhafter sei, die Nachzahlung zum niedrigsten Beitragssatz vorzunehmen, um fehlende Beitragszeiten auszugleichen. Andererseits können auch versicherte Frauen Zeiten, in denen sie aufgrund der Geburt nicht arbeiten konnten, nachzahlen und so früher in Rente gehen.
Laut Kıvanç kann die Nachzahlung von Militärdienstzeiten dabei helfen, fehlende Beitragszeiten zu ergänzen und durch die Rückdatierung des Versicherungsbeginns unter die EYT-Regelung zu fallen. Die Auswirkung auf die Rentenhöhe variiert jedoch von Person zu Person.
Kıvanç äußerte sich wie folgt:
"Die Rente wird dadurch in der Regel nicht erhöht, manchmal kann sie sogar sinken. Daher sollte die Nachzahlung für den Militärdienst zum niedrigsten Beitragssatz erfolgen, da der Ertrag einer Nachzahlung mit hohen Prämien die zusätzlich gezahlten Beiträge nicht ausgleicht."
Nachrichtenquelle : 12punto
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