Nachwirkungen der İmamoğlu-Operation am Markt halten an: Hier sind die Details der großen Krise!
Das Gerichtsverfahren gegen den Bürgermeister von Istanbul, Ekrem İmamoğlu, hat nicht nur die Politik, sondern auch die Finanzmärkte tiefgreifend erschüttert. Während es bei Devisenhandelsvolumina und Reserven zu historischen Veränderungen kam, beschleunigte sich die Flucht ausländischer Investoren. Hier sind die Details...
Das gegen den Bürgermeister der Stadtverwaltung Istanbul (İBB), Ekrem İmamoğlu, und seine Mitarbeiter eingeleitete Gerichtsverfahren hat nicht nur auf der politischen Bühne, sondern auch bei den Wirtschaftsindikatoren zu großen Schwankungen geführt. Während es nach der Operation zu einem Rekordanstieg bei der Devisennachfrage kam, wurden bei den Reserven der Zentralbank drastische Rückgänge verzeichnet.
HISTORISCHER HÖCHSTSTAND
Nach Daten der Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) erreichte das Spot-Devisenhandelsvolumen türkischer Banken am 19. März, dem ersten Tag der Operation, 34,1 Milliarden US-Dollar und markierte damit den höchsten Stand aller Zeiten. Am 20. März sank das Handelsvolumen auf 16,9 Milliarden US-Dollar, um am 21. März wieder auf 32,1 Milliarden US-Dollar zu steigen.
Damit verzeichnete das gesamte Spot-Devisenhandelsvolumen zwischen dem 19. und 21. März einen außergewöhnlichen Anstieg auf ein Niveau von 83,2 Milliarden US-Dollar. Wenn man bedenkt, dass dieses Volumen im Zeitraum vom 14. bis 18. März vor der Operation bei nur 21,2 Milliarden US-Dollar lag, zeigt sich, dass sich die Devisentransaktionen nach der Operation etwa vervierfacht haben.
Darüber hinaus erreichte das Devisenhandelsvolumen zwischen inländischen Banken am 19. März mit 18,1 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Dieses Volumen, das in den drei Tagen nach der Operation auf insgesamt 37,1 Milliarden US-Dollar anstieg, lag in den drei Tagen vor der Operation bei nur 3,7 Milliarden US-Dollar. Somit hat sich das Volumen verzehnfacht.
Auch die Devisennachfrage inländischer Kunden ist stark gestiegen. Während das Devisenhandelsvolumen zwischen Banken und inländischen Kunden in den drei Tagen nach der Operation 13 Milliarden US-Dollar erreichte, lag dieser Wert vor der Operation bei 8,6 Milliarden US-Dollar.
Insbesondere die Devisentransaktionen mit ausländischen Banken und Institutionen erreichten am 21. März mit 13,8 Milliarden US-Dollar ihren historischen Höchststand. Während das Gesamtvolumen der drei Tage nach der Operation auf 32,9 Milliarden US-Dollar anstieg, lag es im Dreitageszeitraum vor der Operation bei 8,9 Milliarden US-Dollar.
GROSSER VERLUST BEI DEN ZENTRALBANKRESERVEN
Nach der Operation erlitten die Reserven der Zentralbank einen erheblichen Schwund. Die Bruttoreserven der TCMB sanken in der vergangenen Woche um 8 Milliarden US-Dollar auf 171,1 Milliarden US-Dollar.
Noch bemerkenswerter ist, dass die Nettoreserven der TCMB mit einem historischen Rückgang von 11,8 Milliarden US-Dollar auf 62,1 Milliarden US-Dollar fielen. Bei den Nettoreserven ohne Swaps wurde ebenfalls ein Verlust von 13,2 Milliarden US-Dollar verzeichnet, was einem Rückgang auf 65,4 Milliarden US-Dollar entspricht.
In den fünf Arbeitstagen nach der Operation wurde bei der Netto-Devisenposition der TCMB ein Gesamtrückgang von 27,3 Milliarden US-Dollar registriert.
SIGNAL FÜR DEN ABZUG AUSLÄNDISCHER INVESTOREN
Nach der Operation beschleunigte sich der Abzug ausländischer Investoren von den türkischen Märkten. In der vergangenen Woche wurde ein Abzug ausländischer Investoren über den Swap-Kanal in Höhe von 3,3 Milliarden US-Dollar verzeichnet. Dabei hatte es im 11-wöchigen Zeitraum vom 27. Dezember bis zum 14. März einen ausländischen Swap-Zufluss von insgesamt 13,8 Milliarden US-Dollar gegeben.
Ausländische Investoren zogen zudem insgesamt 883 Millionen US-Dollar aus den Aktien- und Anleihemärkten ab. In der vergangenen Woche beliefen sich die Aktienverkäufe durch Ausländer auf 444 Millionen US-Dollar, die Anleiheverkäufe auf 440 Millionen US-Dollar.
INLÄNDISCHE INVESTOREN WENDEN SICH DEVISEN ZU
Auch inländische Investoren wandten sich aufgrund der finanziellen Unsicherheit Devisen zu. In der vergangenen Woche verzeichnete das Fremdwährungseinlagenvolumen inländischer Ansässiger bei Banken einen Rekordanstieg von 5,9 Milliarden US-Dollar.
Dieser Anstieg stammte zu 2,7 Milliarden US-Dollar von Privatanlegern und zu 3,2 Milliarden US-Dollar von Unternehmen.
MÄRKTE SCHWANKEN
Diese außergewöhnliche Aktivität an den Finanzmärkten nach der Operation gegen den İBB-Bürgermeister Ekrem İmamoğlu zeigt, dass das Vertrauen der Investoren erheblichen Schwankungen unterliegt.
Nachrichtenquelle : 12punto
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