Spannungen im Nahen Osten gestiegen: Ölpreise schießen in die Höhe
Ein Barrel Brent-Öl wird auf den internationalen Märkten zu 80,77 US-Dollar gehandelt. Die Entwicklungen im Nahen Osten haben den Anstieg maßgeblich beeinflusst.
Der Preis für ein Barrel Brent-Öl, der am Freitag auf bis zu 81,72 US-Dollar gestiegen war, schloss den Tag bei 80,28 US-Dollar. Um 09:09 Uhr lag der Preis für ein Barrel Brent-Öl mit einem Anstieg von 0,61 Prozent gegenüber dem Schlusskurs bei 80,77 US-Dollar. Zur gleichen Zeit wurde ein Barrel der US-Rohölsorte West Texas Intermediate (WTI) für 77,58 US-Dollar gehandelt.
Der Preisanstieg ist auf die Sorge zurückzuführen, dass die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten die weltweite Ölversorgung beeinträchtigen könnten.
Der Konflikt zwischen der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah hält an. Gestern kam es zu einem tödlichen Angriff auf die drusische Stadt Madschdal Schams auf den von Israel besetzten Golanhöhen. Nach dem Angriff hatte sich die Spannung zwischen der Hisbollah-Bewegung im Libanon und der israelischen Armee verschärft. Vor einem möglichen Angriff der israelischen Armee auf den Libanon haben einige Länder ihre Bürger dazu aufgerufen, den Libanon zu verlassen oder nicht in das Land zu reisen.
Die Angriffe Israels auf den unter Blockade stehenden Gazastreifen dauern seit 297 Tagen an. Der Sprecher der israelischen Armee, Avichay Adraee, erklärte am Wochenende in den sozialen Medien, dass im Stadtzentrum von Gaza, in den Gebieten Asch-Schuhada und al-Bureij, „Operationen“ in Bereichen durchgeführt würden, die zuvor als „sichere“ Zonen ausgewiesen worden waren, und rief die Bewohner zur Evakuierung auf.
Die Spannungen in der Region, in der sich der Großteil der weltweiten Ölreserven befindet, schüren weiterhin Sorgen um das Angebot und tragen so zum Anstieg der Ölpreise bei.
Unterdessen werden die Marktteilnehmer in dieser Woche die Treffen internationaler Banken verfolgen, von denen Hinweise auf deren künftige Strategien erwartet werden. Während es als sicher gilt, dass die US-Notenbank (Fed) am Mittwoch den Leitzins ein letztes Mal unverändert in der Spanne von 5,25 bis 5,50 Prozent belassen wird, dürften die Signale aus dem geldpolitischen Begleittext, den wirtschaftlichen Prognosen sowie den Äußerungen von Fed-Chef Jerome Powell entscheidend für die Richtung der Vermögenspreise sein.
Auch die Bank of England wird in dieser Woche ihre Zinsentscheidung sowie Daten zu Inflation und Wachstum veröffentlichen. Investoren werden am Mittwoch die geldpolitischen Entscheidungen der Bank of Japan genau verfolgen.
Bei Brent-Öl wird darauf hingewiesen, dass technisch gesehen der Bereich zwischen 81,52 und 83,82 US-Dollar als Widerstandszone und der Bereich zwischen 79,22 und 76,92 US-Dollar als Unterstützungszone beobachtet werden kann.
Nachrichtenquelle : AA
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