Globale Märkte setzen positiven Trend mit „taubenhaften“ Erwartungen fort
Während an den globalen Märkten die Prognosen, dass die US-Notenbank (Fed) im März nächsten Jahres mit Zinssenkungen beginnen könnte, weiterhin die Vermögenspreise beeinflussen, bleiben die Handelsvolumina nach der Weihnachtspause auf einem niedrigen Niveau.
Die Preisgestaltung an den Geldmärkten deutet darauf hin, dass das Ende des zweijährigen Inflationskampfes der Fed in Sicht ist, was sowohl an den Aktien- als auch an den Anleihemärkten für eine kauforientierte Stimmung sorgt.
Dementsprechend verzeichnete der Dow-Jones-Index an der New Yorker Börse gestern einen Rekordschlusskurs, während die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen mit 3,78 Prozent den niedrigsten Stand seit dem 20. Juli testete. Damit ist die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen, die im Jahr 2023 mit 5,02 Prozent den höchsten Stand der letzten 16 Jahre erreicht hatte, seit Jahresbeginn um etwa 10 Basispunkte gesunken.
Diese Entwicklungen führten auch zum historisch höchsten Tagesschlusskurs bei Gold. Der Unzenpreis für Gold beendete den gestrigen Tag mit einem Anstieg von 0,5 Prozent bei 2.078 Dollar. Am neuen Tag setzte der Goldpreis seinen Aufwärtstrend fort und stieg um 0,4 Prozent auf 2.086 Dollar, unterstützt durch die sinkenden Anleiherenditen, die auch die Opportunitätskosten von Gold senken.
Andererseits verzeichnete der Kupferpreis pro Pfund gestern mit einem Anstieg von 1,4 Prozent auf 3,93 Dollar den höchsten Schlusskurs seit dem 31. Juli. Erwartungen, dass die weltweite Wirtschaftsaktivität stark bleiben wird und insbesondere die US-Wirtschaft eine „sanfte Landung“ (Soft Landing) erreichen könnte, wirkten sich auf diesen Anstieg aus.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Preisanstieg des Kupfermetalls, das an den Märkten auch als „Dr. Copper“ bekannt ist, aufgrund seiner weit verbreiteten Verwendung in der weltweiten Warenproduktion als Indikator für eine weiterhin starke Wirtschaftsaktivität interpretiert wird.
Analysten erklärten, dass angesichts dieser Entwicklungen die heute in den USA zu veröffentlichenden makroökonomischen Daten wichtige Signale für den wirtschaftlichen Verlauf geben werden, und wiesen darauf hin, dass die Volatilität aufgrund der geringen Markttiefe zunehmen könnte.
An der New Yorker Börse legte der Nasdaq-Index gestern um 0,16 Prozent, der S&P 500-Index um 0,14 Prozent und der Dow-Jones-Index um 0,30 Prozent zu. Die Index-Futures in den USA starteten ebenfalls mit Gewinnen in den neuen Tag.
An den europäischen Börsen wurden gestern nach der Feiertagspause begrenzte Anstiege verzeichnet, während in der gesamten Region weiterhin eine Feiertagsstimmung herrscht. Da im makroökonomischen Datenkalender heute keine wichtigen Daten stehen, wird erwartet, dass das Handelsvolumen weiterhin niedrig bleibt.
Der kauforientierte Trend an den US-Anleihemärkten wirkte sich gestern auch auf Europa aus, wobei die Rendite der 10-jährigen deutschen Staatsanleihen mit 1,9 Prozent den niedrigsten Stand seit dem 14. Dezember 2022 erreichte.
Gestern verzeichnete der MIB 30-Index in Italien einen Anstieg von 0,22 Prozent, der DAX 40-Index in Deutschland von 0,21 Prozent, der FTSE 100-Index in Großbritannien von 0,36 Prozent und der CAC 40-Index in Frankreich von 0,04 Prozent. Die Index-Futures in Europa starteten ebenfalls mit Gewinnen in den neuen Tag.
An den asiatischen Aktienmärkten überwog am neuen Tag, mit Ausnahme von Japan, eine kauforientierte Stimmung, wobei die Sorge besteht, dass die im Land veröffentlichten Daten den Prozess der Abkehr der Bank of Japan (BoJ) von der Negativzinspolitik beschleunigen könnten.
In Japan übertrafen die Einzelhandelsumsätze im November mit einem Anstieg von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr die Erwartungen, während sich die Industrieproduktion im November mit 0,9 Prozent weniger stark verlangsamte als prognostiziert.
Der Rückgang der Anleiherenditen in den USA wirkte sich positiv auf die Aktienmärkte in der gesamten Region aus, angeführt von Technologieunternehmen. Die Tatsache, dass die Sorgen hinsichtlich der Wirtschaftsaktivität in China zumindest begrenzt abgenommen haben, nährt die Risikobereitschaft.
Kurz vor Handelsschluss fiel der Nikkei 225-Index in Japan um 0,4 Prozent, während der Kospi-Index in Südkorea um 1,3 Prozent, der Shanghai Composite-Index in China um 1,4 Prozent und der Hang Seng-Index in Hongkong um 2,6 Prozent stiegen.
Im Inland beendete der BIST 100-Index an der Borsa Istanbul, der gestern einen verkaufsorientierten Trend zeigte, den Tag mit einem Verlust von 0,53 Prozent bei 7.260,44 Punkten.
Der Dollar/TL-Kurs, der den Tag gestern nach einem Anstieg von 1 Prozent gegenüber dem Vortagesschluss bei 29,3932 beendete, wird heute bei Eröffnung des Interbankenmarktes bei 29,4270 gehandelt.
Andererseits gab der Minister für Arbeit und soziale Sicherheit, Vedat Işıkhan, bekannt, dass der Mindestlohn für das Jahr 2024 auf netto 17.002 Lira festgelegt wurde.
Analysten wiesen darauf hin, dass heute im Inland der Wirtschaftsvertrauensindex sowie die wöchentlichen Geld- und Bankenstatistiken und im Ausland die Großhandelslagerbestände sowie die wöchentlichen Arbeitslosenanträge in den USA verfolgt werden, und merkten an, dass technisch gesehen beim BIST 100-Index 7.200 und 7.100 Punkte als Unterstützung sowie 7.350 und 7.500 Punkte als Widerstandsniveaus fungieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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