Gold startet mit einem Rückgang in die Woche: Fokus auf der Achse USA-Iran
Aufgrund der Aufwertung des Dollars an den globalen Märkten startete Gold am ersten Tag der neuen Woche mit einem Rückgang. Die Anleger richten ihren Blick auf die Entscheidung von US-Präsident Trump bezüglich der Zukunft des Waffenstillstands mit dem Iran.
Am Spotmarkt fiel der Goldpreis pro Unze um 0,4 Prozent auf 4.518,09 Dollar. Die US-Gold-Futures für August, die in der vorangegangenen Sitzung den höchsten Stand seit zwei Wochen erreicht hatten, notierten mit einem Verlust von 1 Prozent bei 4.548,90 Dollar. Die Stärkung des Dollars machte Gold für Anleger, die in anderen Währungen handeln, teurer.
Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, erklärte, dass der Anstieg der Ölpreise und die Unsicherheit zwischen den USA und dem Iran Druck auf den Goldpreis ausüben. Waterer sagte: „Der Anstieg der Ölpreise und die Tatsache, dass das Abkommen zwischen den USA und dem Iran noch nicht geklärt ist, verhindern, dass Gold zu Wochenbeginn eine klare Richtung findet.“
US-Präsident Trump kündigte am vergangenen Freitag an, dass er in Kürze seine Entscheidung über das Abkommen zur Verlängerung des Waffenstillstands mit dem Iran bekannt geben werde. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass zwischen den Parteien weiterhin Meinungsverschiedenheiten bestehen.
Die Spannungen im Nahen Osten bleiben ebenfalls hoch. Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu ordnete trotz des bestehenden Waffenstillstands an, dass die Truppen bei den Operationen gegen die Hisbollah im Libanon weiter in das Landesinnere vorrücken sollen. Der Anstieg der Ölpreise um mehr als 2 Prozent am Montagmorgen brachte zudem die Inflationssorgen und die Erwartungen an US-Zinserhöhungen erneut auf die Tagesordnung.
Michelle Bowman, stellvertretende Vorsitzende für Bankenaufsicht bei der US-Notenbank (Fed), sagte, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten anhalten und diese Entwicklungen zu dauerhaftem Inflationsdruck führen könnten, was eine straffere Geldpolitik erforderlich machen könnte.
Es ist bekannt, dass Gold traditionell als Anlageinstrument zum Schutz vor Inflation gilt. Da die Zinsen weltweit jedoch hoch bleiben, kann dies die Attraktivität von Gold als zinsloses Anlagegut verringern.
Analyst Waterer teilte die Prognose, dass Gold bis Ende des Jahres die Marke von 5.500 Dollar erreichen könnte, sofern die Ölpreise nachgeben und der Dollar an Wert verliert, unterstützt durch starke Käufe der Zentralbanken.
Auf dem Markt für Edelmetalle war hingegen ein Aufwärtstrend zu beobachten. Spot-Silber stieg um 0,4 Prozent auf 75,58 Dollar, während Platin um 1,1 Prozent und Palladium um 1,2 Prozent zulegten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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