Goldman Sachs prognostiziert Markterholung nach Rückgang bei Börsengängen
Die führende Investmentbank Goldman Sachs ist zuversichtlich, dass der Markt nach dem deutlichen Rückgang bei Börsengängen (IPOs) im Jahr 2022 eine potenzielle Erholung erleben wird.
David Solomon, CEO von Goldman Sachs, äußerte diesen Optimismus während einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Diese Aussage erfolgte, nachdem der Aktienkurs des Unternehmens um 28 % gefallen war, was einen starken Kontrast zur Rekordperformance des Jahres 2021 darstellt.
Im Jahr 2021 erlebte der Markt für Börsengänge einen beispiellosen Boom, bei dem Investmentbanken 1.033 neue Notierungen begleiteten und börsennotierte Unternehmen 286 Milliarden Dollar einnahmen. Dieser Anstieg führte zu historischen Gewinnen an der Wall Street und erheblichen Profiten für Goldman Sachs, JPMorgan Chase (NYSE:JPM) und Morgan Stanley (NYSE:MS). Die aggressive Anhebung der Zinssätze um 525 Basispunkte durch die Federal Reserve sowie die Inflation lösten jedoch 2022 einen schweren Einbruch aus.
Goldman Sachs, das für seine Einnahmen stark vom Investmentbanking abhängig ist, musste aufgrund dieser Marktbedingungen einen Rückgang des Nettogewinns um die Hälfte hinnehmen. Trotz dieses Rückgangs verzeichnete das Unternehmen im dritten Quartal dieses Jahres einen Anstieg der Gebühren für Aktienemissionen um 26 %. Angesichts der anhaltenden Turbulenzen an den Märkten deutet Solomons optimistische Haltung darauf hin, dass diese Phase fallender Aktienkurse eine ideale Kaufgelegenheit für Investoren sein könnte.
PwC erklärte die Märkte für Börsengänge aufgrund hoher Volatilität und sinkender Bewertungen für „nahezu geschlossen“ und bezeichnete das Jahr als das langsamste für Börsengänge seit fast zwei Jahrzehnten. Die Erholung des Sektors hängt von der Performance jüngster Börsengänge wie Arm Holdings (NASDAQ:ARM), Instacart (NASDAQ:CART) und Birkenstock (NYSE:BIRK) ab.
Derzeit wird Goldman Sachs mit nur dem 0,87-fachen seines materiellen Buchwerts bewertet. Trotz eines Rückgangs der Investmentbanking-Gebühren um 17 % in diesem Jahr bleibt Solomon optimistisch hinsichtlich einer breiteren Wiedereröffnung der „äußerst selektiven“ Kapitalmärkte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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