Goldpreis überschreitet erneut die 5.000-Dollar-Marke
Die Goldpreise starteten aufgrund eines schwächeren Dollars und der Erwartungen auf Zinssenkungen stark in die Woche. Investoren konzentrieren sich nun auf die US-Arbeitsmarktdaten, die Signale für das weitere Vorgehen der Fed geben könnten.
Gold setzte seinen Aufwärtstrend am ersten Handelstag der Woche fort und hielt sich knapp über der Marke von 5.000 Dollar pro Unze. Während der Rückgang des Dollars die Preise stützte, warten die Märkte auf die kritischen US-Arbeitsmarktdaten, die im Laufe der Woche veröffentlicht werden.
Spot-Gold stieg um 1,3 Prozent auf 5.026,04 Dollar, nachdem es am Freitag bereits einen Anstieg von etwa 4 Prozent verzeichnet hatte. Der Rückgang des Dollars auf den niedrigsten Stand seit dem 4. Februar trug dazu bei, dass die in Dollar gehandelten Metalle für globale Käufer attraktiver wurden.
Tim Waterer, Chefanalyst bei KCM, wies auf den vorsichtigen Optimismus am Markt hin und kommentierte: „Gold steigt heute, aber vor den wichtigen Arbeitsmarktdaten, die diese Woche veröffentlicht werden, herrscht eine gewisse Vorsicht. Der Rückgang des Dollars und Käufe am Tiefpunkt treiben Gold wieder über die 5.000-Dollar-Marke.“
Auch Äußerungen aus dem Umfeld der US-Notenbank Fed beeinflussten die Preisgestaltung. Mary Daly, Präsidentin der San Francisco Fed, erklärte, sie halte ein oder zwei Zinssenkungen für notwendig, um die Schwäche am Arbeitsmarkt auszugleichen. Während die Märkte für das Jahr 2026 mindestens zwei Zinssenkungen um jeweils 25 Basispunkte erwarten, gehen sie davon aus, dass der erste Schritt bereits im Juni erfolgen könnte. Gold, das keine Zinserträge abwirft, zeigt in einem Niedrigzinsumfeld in der Regel eine stärkere Performance.
Waterer betonte, dass die Arbeitsmarktdaten entscheidend sein werden: „Eine mögliche Schwäche bei den Beschäftigungszahlen könnte die Erholung von Gold unterstützen. Wir erwarten vor Mitte des Jahres keine Zinssenkung durch die Fed; sollte sich der Arbeitsmarkt jedoch drastisch verschlechtern, könnte sich dies ändern.“
An der geopolitischen Front erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, dass die Anerkennung des iranischen Rechts auf Urananreicherung entscheidend für den Erfolg der Atomgespräche mit den USA sei. US-amerikanische und iranische Diplomaten führten am Freitag im Oman indirekte Gespräche, um den diplomatischen Prozess wiederzubeleben, während die US-Marine weiterhin in der Region präsent ist.
Auch bei anderen Edelmetallen war ein Anstieg zu beobachten. Spot-Silber stieg nach einem Zuwachs von etwa 10 Prozent in der vorangegangenen Sitzung um 4,3 Prozent auf 81,11 Dollar. Silber hatte am 29. Januar mit 121,64 Dollar ein Rekordhoch erreicht. Spot-Platin fiel um 0,2 Prozent auf 2.091,54 Dollar, während Palladium um 1 Prozent auf 1.723,37 Dollar zulegte.
Nachrichtenquelle: 12punto
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