Hormus-Krise sorgt für Unruhe an den Märkten: Plötzlicher Einbruch der Goldpreise
Während die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren, haben die Entschlossenheit der Fed in der Zinspolitik und der Anstieg der Ölpreise zu einem starken Rückgang der Goldpreise geführt. Der Grammpreis für Gold fiel unter ein als kritisch geltendes Niveau und schürte Sorgen an den Märkten.
An den internationalen Märkten stieg die Anspannung bereits in den Morgenstunden. Berichte über angebliche Zusammenstöße in der Straße von Hormus lösten unter Investoren Panik aus; die kurzzeitigen geopolitischen Schwankungen wirkten sich unmittelbar sowohl auf die Energiemärkte als auch auf die Märkte für Edelmetalle aus. Insbesondere die Kombination aus dem schnellen Anstieg der Ölpreise und den Zinssignalen der US-Notenbank (Fed) erzeugte einen anhaltenden Verkaufsdruck auf Gold.
Die von der dem Iran nahestehenden Nachrichtenagentur Fars verbreitete Meldung, wonach ein Schiff der US-Marine mit Raketen angegriffen worden sei, löste in der Finanzwelt einen Schock aus. Obwohl US-Behörden diese Angriffsbehauptung dementierten, wurde beobachtet, dass die Aktivitäten in der Region die Krise vertieften und den Wechsel in liquide Mittel anstelle von Gold, das als sicherer Hafen gilt, beschleunigten.
Diese Bewegung an den Goldmärkten setzte sich im Tagesverlauf ungebremst fort. Der Preis für eine Unze Gold fiel mit einem Verlust von 1,3 Prozent unter die Marke von 4.555 Dollar. Während die niedrigsten Stände der letzten Zeit getestet wurden, wird dieser starke Rückgang beim Unzenpreis direkt mit dem völlig gesunkenen Risikoappetit der Anleger in Verbindung gebracht.
In der Türkei führte die Verkaufswelle, die im Großen Basar (Kapalıçarşı) begann, dazu, dass der Grammpreis für Gold unter 6600 TL fiel. Das Durchbrechen dieser psychologischen Grenze wird als Signal gewertet, das den Weg für weitere Verkäufe ebnen könnte. Analysten berichten, dass ein Verbleib unter dieser Schwelle insbesondere aus technischer Sicht kurzfristig zu einem verstärkten Abwärtsdruck führen könnte.
Andererseits ist der Einfluss der Signale der US-Notenbank, dass sie entschlossen sei, die Zinsen noch für längere Zeit hoch zu halten, auf die Märkte erheblich. Während die Signale der Fed zur geldpolitischen Straffung dazu beitragen, dass die Nachfrage nach Gold, das keine Zinserträge abwirft, schwächer wird, verstärken die Ölpreise, die über 100 Dollar liegen, die globalen Inflationssorgen. Dadurch werden Erwartungen auf Zinssenkungen nach hinten verschoben, was den Abwärtstrend bei Gold, dem traditionellen sicheren Hafen, unterstützt.
Die Augen der Märkte richten sich auf die Entwicklungen in der Straße von Hormus und die kommenden Entscheidungen der Fed. In dieser Zeit hoher globaler Risiken wird erwartet, dass die Anleger ihre vorsichtige Haltung beibehalten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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