In der Türkei erzielten Beschäftigte im Finanz- und Versicherungswesen im vergangenen Jahr das höchste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen
In der Türkei erzielten im vergangenen Jahr Beschäftigte im Finanz- und Versicherungswesen mit 293.511 Lira das höchste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen. Im gleichen Zeitraum lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen im Land bei 144.390 Lira; für Männer wurde dieser Wert auf 147.446 Lira und für Frauen auf 138.366 Lira geschätzt.
Das Türkische Statistische Institut (TÜİK) hat die Ergebnisse der „Erhebung zur Einkommensstruktur“ für das Jahr 2022 veröffentlicht.
Demnach belief sich die monatliche bezahlte Arbeitszeit in der Studie, die den Monat November als Referenz heranzog, auf insgesamt 201,3 Stunden. Bei Männern lag die monatliche bezahlte Arbeitszeit bei 206,3 Stunden, bei Frauen bei 191 Stunden.
Der durchschnittliche Bruttostundenlohn betrug insgesamt 55,4 Lira. Während männliche Arbeitnehmer einen durchschnittlichen Bruttostundenlohn von 54,4 Lira erhielten, lag dieser bei Frauen bei 57,4 Lira.
Das durchschnittliche monatliche Bruttogehalt pro Kopf belief sich insgesamt auf 11.143 Lira. Während männliche Arbeitnehmer ein durchschnittliches monatliches Bruttogehalt von 11.233 Lira pro Kopf erhielten, wurde dieser Wert bei Frauen auf 10.961 Lira berechnet.
Das durchschnittliche monatliche Einkommen pro Kopf lag insgesamt bei 12.450 Lira. Das durchschnittliche monatliche Einkommen pro Kopf bei männlichen Arbeitnehmern betrug 12.487 Lira, bei Frauen wurde dieses Einkommen mit 12.376 Lira verzeichnet.
DURCHSCHNITTLICHES BRUTTOJAHRESEINKOMMEN BETRUG 144.390 LIRA
Im vergangenen Jahr lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen bei 144.390 Lira. Dieser Wert wurde für Männer auf 147.446 Lira und für Frauen auf 138.366 Lira geschätzt.
Die Einkommen sowohl männlicher als auch weiblicher Arbeitnehmer stiegen im Allgemeinen proportional zum Bildungsstand. Demnach erzielten Personen mit einem Hochschulabschluss das höchste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen. Auf diesem Bildungsniveau lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen bei Männern bei 207.112 Lira und bei Frauen bei 171.568 Lira.
Während Personen mit einem Hochschulabschluss das höchste durchschnittliche Bruttojahresgehalt erzielten, belief sich das Gehalt auf diesem Bildungsniveau bei Männern auf 175.463 Lira und bei Frauen auf 145.387 Lira.
Bei der Untersuchung der Bruttoeinkommen von Arbeitnehmern nach Wirtschaftszweigen zeigte sich, dass das höchste durchschnittliche Jahreseinkommen mit 293.511 Lira im Sektor Finanz- und Versicherungswesen erzielt wurde. Diesem Sektor folgten Information und Kommunikation mit 284.842 Lira sowie Kunst, Unterhaltung, Erholung und Sport mit 229.108 Lira.
Das niedrigste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen wurde im Sektor Beherbergungs- und Gastronomie mit 99.290 Lira erzielt. Darauf folgten Immobilienaktivitäten mit 102.109 Lira und das Baugewerbe mit 104.768 Lira.
Nach der Klassifizierung der Wirtschaftszweige lag das durchschnittliche Bruttojahreseinkommen von weiblichen Beschäftigten im Bereich Verkehr und Lagerei mit 213.810 Lira, in der Energieversorgung (Strom, Gas, Dampf und Klimatisierung) mit 206.633 Lira sowie im Immobiliensektor mit 104.387 Lira über dem durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen der männlichen Beschäftigten in diesen Sektoren.
Das höchste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen erzielten Führungskräfte mit 276.507 Lira. Dieser Berufsgruppe folgten akademische Fachkräfte mit 200.195 Lira. Das niedrigste durchschnittliche Bruttojahreseinkommen wurde mit 94.849 Lira in der Gruppe der Fachkräfte in Land-, Forstwirtschaft und Fischerei verzeichnet.
LOHN- ODER EINKOMMENSGEFÄLLE ZUGUNSTEN DER MÄNNER
Das Lohn- oder Einkommensgefälle zwischen den Geschlechtern ist definiert als der prozentuale Anteil der Differenz zwischen dem Lohn oder Einkommen von Männern und Frauen im Verhältnis zum Lohn oder Einkommen der Männer. Dieser Indikator wurde in den betreffenden Statistiken auf Basis der durchschnittlichen Bruttojahresgehälter und der durchschnittlichen Bruttojahreseinkommen berechnet. Dieser Indikator kann auch auf Basis der durchschnittlichen Stunden-, Monats- oder Jahresgehälter oder -einkommen berechnet werden.
Demnach fiel das Lohn- oder Einkommensgefälle auf allen Bildungsstufen zugunsten der Männer aus. Bei dem auf Basis des durchschnittlichen Bruttojahreseinkommens berechneten Indikator lag der höchste Unterschied bei 19,6 Prozent bei Absolventen von Gymnasien, der niedrigste Unterschied bei 14,5 Prozent bei Absolventen mit Grundschulabschluss oder darunter. Bei dem auf Basis des durchschnittlichen Bruttojahresgehalts berechneten Indikator lag der höchste Unterschied bei 17,1 Prozent bei Hochschulabsolventen, der niedrigste Unterschied bei 12,4 Prozent ebenfalls bei Absolventen mit Grundschulabschluss oder darunter.
Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Bruttojahreseinkommens wurde das höchste geschlechtsspezifische Gefälle mit 22,8 Prozent bei Handwerks- und verwandten Berufen sowie mit 21,4 Prozent bei Technikern, gleichrangigen nichttechnischen Berufen und Assistenzberufen beobachtet. Die niedrigsten Unterschiede wurden mit 4,2 Prozent bei Führungskräften und 6,1 Prozent bei Dienstleistungs- und Verkaufsberufen verzeichnet.
Unter Berücksichtigung des durchschnittlichen Bruttojahresgehalts lag das höchste geschlechtsspezifische Gefälle bei 21,1 Prozent bei akademischen Fachkräften und bei 19,2 Prozent bei Technikern, gleichrangigen nichttechnischen Berufen und Assistenzberufen. Der niedrigste Unterschied trat mit 4,4 Prozent bei Führungskräften sowie mit 6,8 Prozent bei Hilfsarbeitskräften und Dienstleistungs- und Verkaufsberufen auf.
UNTERNEHMEN MIT MINDESTENS EINEM BESCHÄFTIGTEN IN DEN UMFANG EINBEZOGEN
Die Statistiken zur Einkommensstruktur werden seit 2006 auf Basis von Umfragedaten in vierjährigen Abständen zeitgleich mit den Ländern der Europäischen Union (EU) erstellt. Die Statistiken wurden erstmals unter Verwendung administrativer Register erstellt, wobei alle Unternehmen mit mindestens einem bezahlten Beschäftigten in den Sektoren B-S (außer O) gemäß der Statistischen Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft (NACE Rev.2) in den Umfang der Studie einbezogen wurden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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