Investitionsbremse für die Türkei durch JP Morgan! Empfehlung auf „neutral“ herabgestuft
Aufgrund der hohen Inflation und der Aussicht auf ausbleibende Zinssenkungen hat JP Morgan seine Anlageempfehlung für die Türkei von „Übergewichten“ auf „neutral“ gesenkt. Der Wertverlust der Türkischen Lira wurde kurzfristig als größtes Risiko eingestuft.
Während der Abwärtstrend der Indizes an der Borsa Istanbul anhält, kommt eine weitere negative Nachricht für die türkischen Märkte von JP Morgan, einer der größten Banken der USA. In ihrem neuesten Strategiebericht hat die Bank ihre Anlageempfehlung für die Türkei von „Übergewichten“ auf „neutral“ herabgestuft.
In dem Bericht wurden unter der Überschrift „Inflation hoch, Zinssenkung in weiter Ferne“ Einschätzungen zur türkischen Wirtschaft dargelegt. Die Analysten gaben an, dass die Empfehlung aufgrund der Aufwärtskorrektur der Inflationserwartungen und der Tatsache, dass eine Lockerung des Leitzinses kurzfristig nicht möglich erscheint, gesenkt wurde.
Im Strategiebericht von JP Morgan, der die Region Mittel- und Osteuropa, Naher Osten und Afrika (CEEMEA) abdeckt, wurde zwar betont, dass der Anteil ausländischer Investoren an der Borsa Istanbul gering und die Aktienbewertungen attraktiv seien, jedoch wurde der schnelle Wertverlust der Türkischen Lira als das größte kurzfristige Risiko hervorgehoben.

Darüber hinaus wurde in dem Bericht gewarnt, dass die mitteltechnologische Produktionsstruktur der Türkei durch die Ausrichtung chinesischer Exporte auf die Märkte in Europa, dem Nahen Osten und Nordafrika unter Druck geraten könnte. Es wurde darauf hingewiesen, dass die von den USA gegen China verhängten Zölle diesen Effekt noch verstärken könnten.
In der Analyse, in der darauf hingewiesen wurde, dass die Türkei aufgrund ihrer geringen Gewichtung an der Börse und ihrer unsicheren Ertragsstruktur von Investoren in Schwellenländern ignoriert werden könnte, wurde betont, dass die Inflation und der Leitzins unter 10 % fallen müssten, damit das Land sein langfristiges Investitionspotenzial unter Beweis stellen könne.

Mit dieser Änderung wurde der türkische Einzelhandelsriese BİM aus der Liste der „Top 10 Aktien“ für die CEEMEA-Region gestrichen. In der aktuellen Fassung der Liste rückten OTP und andere osteuropäische Aktien in den Vordergrund.
Während JP Morgan für die Vereinigten Arabischen Emirate, Polen und Griechenland eine „Übergewichten“-Empfehlung aussprach, stufte die Bank die Türkei und Südafrika in die Kategorie „neutral“ herab.
Nachrichtenquelle: 12punto
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