Japan setzt zur Sicherung der Energieversorgung zum zweiten Mal strategische Ölreserven ein
Angesichts der durch die eskalierende Krise im Nahen Osten entstandenen Sorgen um die Energiesicherheit hat die japanische Regierung beschlossen, einen Teil ihrer strategischen Ölreserven erneut freizugeben.
Japan hat angekündigt, nach der Krise in der Region zum zweiten Mal Ölreserven freizugeben, um die Nachhaltigkeit der Produktion zu gewährleisten und die wirtschaftlichen Auswirkungen abzufedern. Premierministerin Sanae Takaichi erklärte in einer Stellungnahme, dass das in ölproduzierenden Ländern des Nahen Ostens gelagerte und in den gemeinsamen Reserven Japans befindliche Öl noch vor Ende März auf den Markt gebracht werde.
Nachdem die japanische Regierung bereits in der vergangenen Woche mit der Nutzung der Bestände des Privatsektors einen ersten Schritt unternommen hatte, zielt sie nun mit neuen Maßnahmen darauf ab, die Energieversorgungsketten im Land zu schützen. Der Gesamtwert des aus den nationalen Reserven auf den Markt gebrachten Öls wird auf rund 540 Milliarden Yen geschätzt.
Takaichi betonte, dass die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten ernsthafte Bedrohungen für den Energiemarkt darstellten, und unterstrich, dass der Frieden in der Region eine entscheidende Rolle für die Stabilität sowohl Japans als auch der Welt spiele.
Takaichi äußerte sich dazu wie folgt:
"Bei unserem Treffen mit US-Präsident Donald Trump letzte Woche in Washington haben wir uns auf die Sicherheit der Energierouten und die Aufrechterhaltung einer stabilen Versorgung geeinigt. Die Sicherheit der Straße von Hormus ist für den globalen Ölhandel von entscheidender Bedeutung."
Die faktische Schließung der Straße von Hormus durch den Iran nach den Entwicklungen im Nahen Osten hatte den Energiehandelsfluss unterbrochen. Dies führte weltweit zu einem Anstieg der Ölpreise und zu Sorgen hinsichtlich der Versorgung.
Japan gehört mit strategischen Reserven von rund 470 Millionen Barrel zu den Ländern mit den weltweit größten Ölbeständen. Diese Menge reicht aus, um den inländischen Verbrauch des Landes für etwa 254 Tage zu decken. Behördenvertreter erklären, dass diese entwickelten Maßnahmen Japan kurzfristig vor möglichen Angebotsschocks schützen werden.
Experten des Energiesektors weisen darauf hin, dass die von der japanischen Regierung ergriffenen Maßnahmen zwar dazu beitragen werden, die Stabilität auf dem Markt zu wahren, globale Schwankungen jedoch anhalten könnten, solange die geopolitischen Risiken bestehen bleiben.
Nachrichtenquelle: 12punto
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