Kritischer Blick von Mahfi Eğilmez auf die türkischen Wachstumsdaten: Er weist auf Diskrepanzen hin
Der Ökonom Mahfi Eğilmez hat auf die Diskrepanz zwischen den vom türkischen Statistikamt TÜİK veröffentlichten Wachstumsdaten und den Klagen aus dem Markt hingewiesen. Eğilmez betonte, dass der Anstieg des Konsums die Inflationserwartungen nicht dämpfe.
Der Ökonom Mahfi Eğilmez bewertete in einem Artikel die vom türkischen Statistikamt (TÜİK) veröffentlichten Wachstumsdaten für das dritte Quartal. In einer Zeit, in der die Kritik am Wirtschaftsprogramm zunimmt, erklärte er, dass lediglich die Probleme der Exporteure mit den veröffentlichten Daten übereinstimmten. Eğilmez betonte, dass der Anstieg des privaten Konsums zeige, dass das auf eine Nachfragedrosselung ausgerichtete Programm nicht wirksam sei.
Den TÜİK-Daten zufolge wuchs die türkische Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,7 %. Bereinigt um Saison- und Kalendereffekte wurde das Wachstum im Vergleich zum Vorquartal mit 1,1 % und im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres mit 3,4 % berechnet. Während die annualisierte Wachstumsrate bei 3,7 % lag, blieb dieser Wert unter dem potenziellen Wachstum von 4,9 %.
LANDWIRTSCHAFT HINKT BEIM SEKTORALEN WACHSTUM HINTERHER
Den Daten zufolge verzeichneten alle Sektoren mit Ausnahme der Landwirtschaft ein Wachstum. Der Agrarsektor hingegen schrumpfte um 12,7 % und zeichnete ein negatives Bild. Eğilmez erklärte, dass die Kosten dieses Rückgangs im Agrarsektor schwerwiegend seien und ein dringendes Unterstützungsprogramm erforderlich sei.
Während der Bausektor weiterhin die Rolle des Wachstumsmotors spielt, klagen Unternehmen im Industriesektor über steigende Kosten und unzureichende Erträge. Besonders die Schwierigkeiten im Textilsektor fallen auf. Eğilmez wies darauf hin, dass die Rückgänge beim Industrieproduktionsindex und bei der Kapazitätsauslastung diese Klagen bestätigten.
KONSUMANSTIEG UND INFLATIONSERWARTUNGEN
Der private Endverbrauch stieg im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres um 4,8 %. Eğilmez erklärte, dieser Anstieg zeige, dass das Desinflationsprogramm nicht wirke und die Verbraucher nicht an einen Rückgang der Inflation glaubten. Während die Exporte um 0,7 % zurückgingen, stiegen die Importe um 4,3 %. Eğilmez sagte, dass die Unterdrückung des Wechselkurses die Exporte erschwere und Importe fördere.
Zusammenfassend stellte Eğilmez fest, dass lediglich die Klagen der Exporteure mit den TÜİK-Daten konsistent seien, während andere Beschwerden verwirrend wirkten.
Nachrichtenquelle: 12punto
Meistgelesen
Huthis greifen saudischen Tanker an
Das Schreiben nimmt kein Ende: Noch eine FETÖ-Erinnerung
4 Drohnen in der Nähe des US-Generalkonsulats in Erbil abgeschossen
Der Geist, der an der Leggings hängen blieb...
Berühmter Regisseur Ezel Akay und sein Bruder festgenommen
Er nannte die Kommunen, die zur 'Neuen Partei' wechseln werden, und ein Detail zu Istanbul erregte Aufmerksamkeit
Abgeordneter, dem ein Wechsel zur AKP nachgesagt wird, beginnt Überzeugungstour
Kritische Unterscheidung bei der Behauptung zum auswärtigen Essen
CHP reagiert mit Massen-SMS auf Özels neue Parteientscheidung
Die internen Debatten der CHP interessieren mich überhaupt nicht