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Neiden uns die Deutschen? Sie sagten, sie würden es in China produzieren lassen und brachen den Kontakt ab!

Tele1-Autor Bora Erdin thematisierte in seiner Kolumne den Dialog zwischen einem türkischen Textilunternehmen und einer deutschen Firma.

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Neiden uns die Deutschen? Sie sagten, sie würden es in China produzieren lassen und brachen den Kontakt ab!

Tele1-Autor Bora Erdin wies in seinem Artikel mit dem Titel "Neiden uns die Deutschen?" auf ein Problem hin, das ein türkisches Textilunternehmen bei einem Handelsgeschäft mit einer deutschen Firma erlebte. 

Erdin betonte in seinem Text, dass die deutsche Firma den Kontakt zu dem Unternehmen abgebrochen habe, mit der Begründung, den Auftrag in China günstiger abwickeln zu können. 

Erdins Artikel lautet wie folgt:

"Der Sektor, in dem die Türkei zweifellos am stärksten ist, ist die Textilindustrie.

Der Textil- und Rohstoffsektor exportierte im vergangenen Jahr Produkte in 199 Länder und Freihandelszonen.

Die türkische Textilindustrie erzielte 2023 einen Exportwert von 9 Milliarden 558 Millionen 447 Tausend Dollar.

Im vergangenen Jahr erwirtschafteten die Exporteure des Sektors 9 Milliarden 558 Millionen 447 Tausend Dollar für 2 Millionen 329 Tausend 985 Tonnen an Produkten.

Die meisten Exporte gingen mit 3 Milliarden 498 Millionen 158 Tausend Dollar in die Länder der Europäischen Union. Das Land an erster Stelle der Branchenexporte ist Italien mit 749 Millionen 431 Tausend Dollar.

Die Türkei muss kurzfristig Devisen beschaffen.

Wenn kein heißes Geld ins Land fließt, werden Exporte und Tourismus diese Wunde teilweise lindern.

Doch auch Exporteure können von großen Unternehmen betrogen werden.

Das in Deutschland ansässige Unternehmen Voxelle GMBH trifft eine Vorvereinbarung mit einem türkischen Textilunternehmen für einen sehr umfangreichen Auftrag.

Das Unternehmen in der Türkei gibt ein Preisangebot ab.

Muster werden vorbereitet. Die deutsche Firma ist mit der geleisteten Arbeit zufrieden.

Plötzlich wird der Kontakt zu dem in Deutschland ansässigen Unternehmen abgebrochen.

Das Unternehmen gibt an, von dem Auftrag, der sich bereits im Vertragsstadium befand, Abstand zu nehmen, da es ihn in China günstiger produzieren lassen könne.

Und es erklärt schriftlich den folgenden bitteren Satz:

„Wir haben 900 Euro für die Muster bezahlt. Anderswo haben wir nicht so viel bezahlt. Das entspricht dem Jahresgehalt einer türkischen Familie.“

Während das Unternehmen in der Türkei Geschäfte abwickelt, berechnet es die Kosten des Produkts im Vergleich zum Jahreseinkommen von „uns Armen“.

Das Unternehmen in der Türkei gibt an, sich bei der Istanbuler Textil- und Konfektionsexporteursvereinigung (İTKİB) beschweren zu wollen.

Doch da es in unserem Land keine Rechtsstaatlichkeit mehr gibt, kümmert das die deutsche Firma nicht einmal.

Laut dem Rule of Law Index liegt China auf Platz 97 und die Türkei auf Platz 117.

Wenn es kein Recht gibt, gibt es weder heißes Geld noch Handel.“

Hier ist der besagte Schriftverkehr:


Nachrichtenquelle: 12punto

Deutschland Textil Import Export