Ölpreis fällt nach OPEC+-Treffen
Der Ölpreis setzte seine Verluste fort, nachdem er bereits am Donnerstag nach dem OPEC+-Treffen gefallen war, bei dem zwar weitere Produktionskürzungen in Aussicht gestellt, aber keine konkreten Details genannt wurden.
Der Preis für Brent-Rohöl fiel im Februar auf 80 US-Dollar pro Barrel, nachdem er in der vorangegangenen Sitzung um 2,4 Prozent gesunken war, während US-Rohöl bei etwa 76 US-Dollar notierte. Das Bündnis kündigte an, ab Januar die Produktion um etwa 900.000 Barrel pro Tag zu drosseln, doch da Angola seine Quote bereits abgelehnt hat, sind die Beschränkungen freiwillig. Saudi-Arabien erklärte, seine zusätzliche Kürzung um 1 Million Barrel pro Tag bis zum ersten Quartal zu verlängern.
Rohöl war am Donnerstag zunächst gestiegen, nachdem die OPEC+ eine vorläufige Einigung über Kürzungen erzielt hatte, in der Hoffnung, dass dies dazu beitragen würde, das für Anfang nächsten Jahres erwartete Überangebot zu stoppen. Dieser Optimismus verflog jedoch schnell aufgrund mangelnder Details, einschließlich einer verwirrenden Pressekonferenz nach dem Treffen und dem Fehlen abschließender Erklärungen, was die Investoren verunsicherte.
Vandana Hari, Gründerin des Beratungsunternehmens Vanda Insights, sagte in einem Interview mit Bloomberg TV, das Ergebnis des OPEC+-Treffens sei ein "verwirrendes, komplexes Durcheinander... Es handelt sich alles immer noch um freiwillige Kürzungen, und das ist einer der Gründe für die Enttäuschung". Sie fügte hinzu, dass sich erst mit der Zeit zeigen werde, ob die zusätzlichen Kürzungen von 900.000 Barrel pro Tag im ersten Quartal tatsächlich umgesetzt würden.
Rohöl bereitet sich darauf vor, die Woche unverändert zu beenden, nachdem es nach dem turbulenten Verlauf bei der OPEC+ seinen zweiten monatlichen Rückgang in Folge verzeichnete, bedingt durch Anzeichen für ein steigendes Angebot außerhalb der Gruppe und einen schwachen Nachfrageausblick. Diese Sorgen wurden am Donnerstag noch deutlicher, als die USA meldeten, dass die Rohölproduktion des weltweit größten Produzenten im September mit 13,2 Millionen Barrel pro Tag ein Rekordniveau erreicht habe.
Nachrichtenquelle: 12punto
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