Schlechte Nachrichten für alle, die ihr Elektroauto zu Hause laden
Die am 1. Februar in Kraft getretenen Grenzwerte für den Tarif der Letztverbraucherversorgung (SKTT) führen dazu, dass Abonnenten, die jährlich 5.000 kWh oder mehr Energie verbrauchen, künftig doppelt so hohe Kosten tragen müssen.
Eine Entscheidung der Energiemarktregulierungsbehörde (EPDK), die am 16. November 2024 im Amtsblatt veröffentlicht wurde, wird sich negativ auf Verbraucher auswirken, die ihre Elektrofahrzeuge an Ladestationen in ihrem Zuhause aufladen.
Die am 1. Februar 2025 in Kraft getretenen Grenzwerte für den Tarif der Letztverbraucherversorgung (SKTT) werden dazu führen, dass Abonnenten, die jährlich 5.000 kWh oder mehr Energie verbrauchen, mindestens doppelt so hohe Stromrechnungen erhalten. Gemäß dem neuen Tarif werden Abonnenten, die im gesamten Jahr 2024 insgesamt 5.000 kWh oder mehr Strom verbraucht haben, ab dem 1. Februar 2025 auf den neuen Tarif umgestellt und eine Rechnung zahlen, die fast doppelt so hoch ist wie ihr bisheriger Verbrauch. Auch diejenigen, die diesen Grenzwert im Jahr 2024 nicht überschritten haben, deren Verbrauch diesen Wert jedoch im Laufe des Jahres 2025 erreicht, fallen unter diese Regelung.
Alper Kalaycı, Vorstandsvorsitzender des Verbandes der Energieindustriellen und Geschäftsleute (ENSİA), äußerte sich zu der neuen Anwendung und wies darauf hin, dass die Begrenzung des jährlichen Verbrauchs in Wohnungen auf 5.000 kWh die Geldbörsen vieler Verbraucher belasten werde. Er betonte zudem, dass durch die schrittweise Senkung dieses Grenzwerts in den kommenden Jahren immer mehr Verbraucher von der Regelung betroffen sein werden.
JÄHRLICHER GRENZWERT WIRD ALLEIN DURCH FAHRZEUGLADUNG ÜBERSCHRITTEN
Kalaycı wies darauf hin, dass Verbraucher, die ihre Elektrofahrzeuge, deren Verkaufszahlen stetig steigen, an zu Hause installierten Ladestationen aufladen, ab diesem Monat mit hohen Stromrechnungen konfrontiert sein werden. Er betonte, dass die Anwendung das Risiko berge, die Marktordnung zu stören, die eigentlich fair sein sollte.
Alper Kalaycı erklärte: „Nach heutiger Batterietechnologie verbraucht ein Elektrofahrzeug auf einer Strecke von 100 Kilometern durchschnittlich 18 kWh elektrische Energie. Ein Fahrer, der jährlich 30.000 km zurücklegt und sein Fahrzeug zu Hause laden möchte, wird jährlich 5.400 kWh verbrauchen und allein durch das Laden des Fahrzeugs den durch den SKTT eingeführten Grenzwert deutlich überschreiten. Bei Ladestationen, die eine Schnellladefunktion gemäß der Infrastruktur in Wohngebäuden bieten, wird dieser Verbrauch noch weiter steigen. Wenn man den sonstigen Stromverbrauch im Haushalt hinzurechnet, werden die Verbraucher mit Beträgen konfrontiert, die sie sich nicht hätten vorstellen können.“
„NICHT FAIR FÜR VERBRAUCHER MIT HOHEM VERBRAUCH“
Alper Kalaycı betonte, dass Bürger, die zur grünen Transformation beitragen und ihre Elektrifizierung vorantreiben, nicht mit hohen Stückpreisen bestraft, sondern vielmehr dazu ermutigt werden sollten, ihren Verbrauch zu optimieren. Er gab folgende Einschätzung ab:
„Diejenigen, die ihr Benzin- oder Dieselfahrzeug aufgeben und ein Elektroauto kaufen oder ihre Erdgasheizung durch eine Wärmepumpe ersetzen, sind eigentlich Vorreiter der grünen Transformation. Doch nun, mit der Aktualisierung der SKTT-Grenzwerte, werden diese Personen direkt mit dem Hochtarif konfrontiert. Die neue Regelung schafft nicht nur eine Barriere, die die Senkung der Verbraucherkosten im Rahmen des freien Marktmechanismus verhindert, sondern erzeugt auch eine Situation, die die Benachteiligung der Verbraucher verschärfen kann. Dies wird insbesondere für Verbraucher mit hohem Verbrauch eine unfaire Anwendung sein.“
ANTEIL DER ELEKTRIFIZIERUNG STEIGT
Der ENSİA-Vorstandsvorsitzende Alper Kalaycı betonte, dass laut dem Energieeffizienzbericht des SHURA-Zentrums für Energiewende der Anstieg des Stromverbrauchs aufgrund der Elektrifizierung im Jahr 2030 bei 6,6 TWh liegen werde. Kalaycı merkte an, dass der Anteil der Elektrifizierung am Endenergieverbrauch gemäß der aktuellen Politik im Jahr 2030 24 % und im Jahr 2050 30 % erreichen werde. Er fügte hinzu, dass die Elektrifizierung der Sektoren, die Energie als Endverbraucher nutzen, insbesondere in den Bereichen Heizung und Verkehr, für die Energiewendestrategie der Türkei von entscheidender Bedeutung sei.
Nachrichtenquelle: 12punto
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