Sorge vor den Folgen des Krieges in Griechenland wächst, Bevölkerung beginnt mit Vorratshaltung
Die Auswirkungen der Konflikte im Nahen Osten spiegeln sich in der griechischen Wirtschaft und dem Konsumverhalten der Bevölkerung wider. Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der Verbraucher seine Ausgaben einschränkt und einige Bürger dazu übergehen, Vorräte für den Grundbedarf anzulegen.
Die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten schlagen wirtschaftliche Wellen bis nach Europa. Eine aktuelle Meinungsumfrage in Griechenland zeigt, dass die Bevölkerung angesichts zunehmender wirtschaftlicher Sorgen ihre täglichen Ausgaben überdenkt und ihre Einkaufsgewohnheiten ändert. Steigende Lebensmittelpreise, höhere Energiekosten und Probleme in der Lieferkette beeinflussen die Entscheidungen der Bürger unmittelbar.
Während die Sorgen in der Gesellschaft deutlich zunehmen, sah sich ein Großteil der Erwachsenen – 72 Prozent – gezwungen, sowohl das Budget als auch den Konsum einzuschränken. Den Umfrageergebnissen zufolge fühlen sich 6 von 10 Personen besorgt und gestresst hinsichtlich der Zukunft. Nur ein kleiner Teil gibt an, von den jüngsten Entwicklungen nicht betroffen zu sein.
In den Supermärkten ist in letzter Zeit ein deutlicher Anstieg der Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln zu verzeichnen. 10 Prozent der Befragten gaben an, bereits Vorräte für den Fall künftiger Preissteigerungen oder möglicher Engpässe anzulegen. Etwa ein Drittel der Verbraucher hat seine sozialen Aktivitäten reduziert, während berichtet wird, dass sich der Großteil der Ausgaben auf notwendige Bedarfe beschränkt.
Neben den Preissteigerungen verbreitet sich auch die Angst, bestimmte Produkte nicht mehr zu finden. Während in den Vormonaten lediglich Rechnungen und teurer werdende Lebensmittel im Fokus standen, konzentrieren sich die Sorgen der Bevölkerung in der Zeit nach Beginn der Konflikte nun auf die Versorgungssicherheit und Marktinstabilität.
Internationale Studien haben zudem gezeigt, dass griechische Haushalte bereits vor Beginn des Krieges unter wirtschaftlichem Druck standen. Einer Untersuchung vom März zufolge gaben 57 Prozent der Bürger an, gerade so ihre Grundbedürfnisse decken zu können, während nur eine Gruppe von 13 Prozent von einer Verbesserung ihrer Lebensbedingungen sprach.
Experten zufolge ist die steigende Nachfrage nach Grundnahrungsmitteln ein Zeichen für die Unsicherheit und den wirtschaftlichen Stress in der Gesellschaft. Insbesondere der Anteil derjenigen, die Preise vergleichen und Rabattaktionen nutzen, hat 76 Prozent erreicht. Zudem gaben 8 von 10 Verbrauchern an, auf der Suche nach günstigen Preisen zu sein. Die Hälfte hält sich beim Einkauf an einen detaillierten Budgetplan.
Daten der letzten 20 Jahre zeigen, dass die Einkaufsmenge in Griechenland nahezu konstant geblieben ist, während die Preise um bis zu 30 Prozent gestiegen sind.
Experten weisen darauf hin, dass das unsichere Umfeld im Nahen Osten nicht nur eine kurzfristige Welle darstellt; Schwierigkeiten in der Lieferkette, hohe Preise und wirtschaftliche Sorgen könnten die Konsumgewohnheiten der griechischen Bevölkerung langfristig und dauerhaft verändern.
Nachrichtenquelle: 12punto
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