Starker Anstieg bei Gold und Silber
Der Anstieg des Goldpreises pro Unze auf über 4.700 US-Dollar und des Silberpreises auf ein Niveau von 94,40 US-Dollar verdeutlicht, dass die globalen Märkte in eine ungewöhnliche Phase eingetreten sind. Experten zufolge ist dieser Anstieg nicht nur als Preiserhöhung zu werten, sondern als Indikator für einen Vertrauensverlust in das globale Wirtschafts- und Finanzsystem.
Ahmet Cumhur Kitiş, Vorstandsvorsitzender der DEMAŞ A.Ş., erklärte, dass der Anstieg bei den Edelmetallen nicht mit klassischen Marktdynamiken zu erklären sei. Er betonte, dass die Veränderung bei Gold und Silber keine vorübergehende Schwankung darstelle, sondern das Ergebnis der Bepreisung der Fragilität des globalen Systems sei. Kitiş führte aus, dass hinter den jüngsten starken Anstiegen bei Gold und Silber viele gewichtige Faktoren stünden; so würden steigende geopolitische Risiken, Änderungen in der Reservepolitik der Zentralbanken, Unsicherheiten über die Zukunft des Dollars und die Persistenz der Inflation die Anleger in sichere Häfen treiben. Er wies darauf hin, dass Edelmetalle in diesem Prozess nicht mehr nur ein Anlageinstrument seien, sondern zu einem Schutzfaktor gegen systemische Risiken geworden seien.
"Die Märkte kaufen nicht mehr das Heute, sondern die kommenden Risiken"
Kitiş betonte, dass sich die aktuellen Preisniveaus von kurzfristigen Anstiegen der Vergangenheit unterschieden: "Die heute bei Gold und Silber erreichten Niveaus unterscheiden sich deutlich von den kurzfristigen Rallye-Phasen der Vergangenheit. Während frühere Anstiege meist durch Zinsentscheidungen oder begrenzte Krisen ausgelöst wurden, basiert die aktuelle Preisgestaltung auf dem schwindenden Vertrauen in das globale Finanzsystem. Die Märkte kaufen nicht mehr das Heute, sondern die kommenden Risiken. Ein weiteres Element, das in letzter Zeit auffällt, ist der deutliche Anstieg der Nachfrage nach physischem Gold und Silber", sagte er.
Kitiş wies darauf hin, dass auch an der Silberfront ein bemerkenswertes Aufwärtspotenzial bestehe, diese Bewegung jedoch auf einem spekulativeren Boden verlaufe als bei Gold: "Gold und Silber sollten eher als Instrumente zur Erhaltung der Kaufkraft denn als spekulative Gewinne betrachtet werden. Die Zahlen, über die wir heute sprechen, sind kein Höhepunkt, sondern die Schwelle zu einer neuen Ära. Edelmetalle werden für geduldige und informierte Anleger auch in der kommenden Zeit ein sicherer Hafen bleiben", erklärte er.
Nachrichtenquelle: 12punto
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