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TCMB-Gouverneur Karahan gibt Inflationsprognose für das Jahresende bekannt

TCMB-Gouverneur Fatih Karahan gab bei der Vorstellung des zweiten Inflationsberichts für 2025 bekannt, dass die Inflationsprognose für das Jahresende unverändert bleibt. Karahan betonte, dass der straffe geldpolitische Kurs fortgesetzt werde, und wies darauf hin, dass der Rückgang der Dienstleistungsinflation begonnen habe und der Abbau der KKM-Bestände positiv für die Bilanz der Zentralbank sei.

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TCMB-Gouverneur Karahan gibt Inflationsprognose für das Jahresende bekannt

Die Zentralbank der Republik Türkei (TCMB) hat den zweiten Inflationsbericht für das Jahr 2025 vorgestellt. Das unter dem Vorsitz von Fatih Karahan tagende Gremium hat die zuletzt am 7. Februar bekannt gegebene Inflationserwartung für das Jahresende in Höhe von 24 Prozent nicht verändert. Im Rahmen des ersten Inflationsberichts vom 7. Februar lag die Inflationsprognosespanne noch bei 19 bis 29 Prozent.

Die wichtigsten Punkte aus der Rede des TCMB-Gouverneurs Dr. Fatih Karahan während der Präsentation lauten wie folgt:

'ENTSCHLOSSENER KURS IN DER GELD POLITIK WIRD FORTGESETZT'

"Wir sehen weiterhin schrittweise die Ergebnisse unserer straffen Geldpolitik.

Angesichts der Volatilität an den Finanzmärkten in den Monaten März und April hat die TCMB proaktiv die notwendigen Schritte unternommen. Auch in der kommenden Periode werden wir unseren entschlossenen geldpolitischen Kurs beibehalten und so agieren, dass die Desinflation weiter voranschreitet.

Die Unsicherheit bezüglich der globalen Handels- und Wirtschaftspolitik bleibt auf einem hohen Niveau. Maßnahmen im Bereich der Zölle haben die globalen Inflationserwartungen leicht ansteigen lassen.

Infolge der straffen Geldpolitik ist die Nachfragestruktur ausgewogener geworden. Die Industrie- und Dienstleistungsproduktion sind im ersten Quartal gestiegen. Der Arbeitsmarkt ist weniger angespannt, als es die Arbeitslosenquote vermuten lässt.

Die Binnennachfrage hat zwar an Dynamik verloren, bewegt sich jedoch weiterhin über dem prognostizierten Niveau. Im ersten Quartal hat der inflationsdämpfende Effekt der Nachfragebedingungen abgenommen.

'VERHÄLTNIS DES LEISTUNGSBILANZDEFIZITS ZUM BRUTTOINLANDSPRODUKT GESTIEGEN'

Wir gehen davon aus, dass das Verhältnis des Leistungsbilanzdefizits zum Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2025 zwar etwas höher ausfallen wird als 2024, jedoch unter den langfristigen Durchschnittswerten bleiben wird. Der im Juni 2024 begonnene Desinflationsprozess setzt sich kontinuierlich fort.

Die Daten der letzten drei Monate deuten auf einen seitwärts gerichteten Trend hin. Die Indikatoren für den Haupttrend signalisieren die Fortsetzung des Desinflationsprozesses. Nach der Wareninflation wird nun auch der Rückgang der Dienstleistungsinflation deutlicher.

Die Inflation bei den Basiskonsumgütern hat sich im April verstärkt. Die vorliegenden Daten deuten darauf hin, dass der Wechselkurseffekt begrenzter ist als in der Vergangenheit. Es wird erwartet, dass der Rückgang der Rohstoffpreise die Desinflation unterstützt.

ANTEIL DER VON FROST BETROFFENEN PRODUKTE AN DER INFLATION LIEGT BEI 1,5 PROZENT

Der Anteil der 16 Produkte, die am stärksten von den jüngsten Frostereignissen betroffen sind, am Warenkorb der Verbraucher liegt bei etwa 1,5 Prozent. Die Inflationserwartungen liegen weiterhin über unserem Desinflationspfad. Dieses Bild macht es erforderlich, unseren straffen und entschlossenen geldpolitischen Kurs beizubehalten.

Unsere proaktiven Schritte innerhalb des Marktgeschehens haben den straffen geldpolitischen Kurs unterstützt. Durch die ergriffenen Maßnahmen hat die Volatilität an den Finanzmärkten abgenommen.

'STRAFFHEIT DER FINANZBEDINGUNGEN HÄLT AN'

Die Straffheit der Finanzbedingungen hält an. Die Tendenz zur Fremdwährung bei den Portfolioentscheidungen war begrenzt.

Bei der Erstellung der mittelfristigen Prognosen sind wir davon ausgegangen, dass wir den straffen geldpolitischen Kurs so lange beibehalten werden, bis eine deutliche und dauerhafte Verbesserung des Inflationsausblicks erreicht ist.

Die Risikowahrnehmung der Investoren gegenüber der Türkischen Lira hat sich erholt. Dank unserer Maßnahmen ist die Volatilität gesunken.

Die Straffheit der Finanzbedingungen besteht weiterhin. Das Wachstum der Handelskredite verläuft im Einklang mit den Wachstumsgrenzen.

Der Abbau der KKM-Bestände reduziert die Risiken für die Bilanz der TCMB."


Nachrichtenquelle: 12punto

TCMB-Präsident Fatih Karahan