UN kündigt an: Warnung vor zweistelliger Inflation bis 2025
Die Vereinten Nationen (UN) haben in ihrer Inflationsprognose für die Türkei erklärt, dass die Inflation trotz eines Rückgangs im Jahr 2024 bis 2025 weiterhin im zweistelligen Bereich bleiben werde. Die UN prognostizierten zudem, dass die Inflation im Jahr 2025 auf 21,7 Prozent sinken könnte.
Die Vereinten Nationen (UN) haben ihre Wachstumsprognosen für die Türkei nach unten korrigiert und argumentiert, dass die Inflation bis 2025 weiterhin im zweistelligen Bereich bleiben werde.
In ihrem Bericht "World Economic Situation and Prospects 2024" teilten die UN mit, dass die türkische Wirtschaft im Jahr 2022 um 5,5 Prozent gewachsen sei, das Wachstum jedoch 2023 schätzungsweise auf 3,5 Prozent zurückgegangen sei und für 2024 ein weiterer Rückgang auf 2,7 Prozent erwartet werde. Für das Jahr 2025 wird eine Erholung des Wachstums auf 3,1 Prozent prognostiziert.
Die Organisation hatte zuvor vorhergesagt, dass die türkische Wirtschaft 2023 um 4,2 Prozent sowie 2024 und 2025 um 3,5 Prozent wachsen würde.
Laut einem Bericht von Ekonomim erklärte die UN in ihrer Bewertung zur Türkei: "Anfang 2023 wurde das Land von einer Reihe von Erdbeben erschüttert, die weitreichende Schäden verursachten und zehntausende Menschenleben forderten. Erste Schätzungen bezifferten den direkten Schaden auf 34 Milliarden US-Dollar (Weltbank, 2023) und die gesamtwirtschaftlichen Kosten auf 84 Milliarden US-Dollar (TÜRKONFED, 2023), was einem Verlust von etwa 1 Prozent des BIP für jenes Jahr entsprach. Es wurde jedoch später festgestellt, dass die Auswirkungen weitgehend auf die betroffene Region lokalisiert waren. In Bezug auf das BIP haben die Wiederaufbauausgaben in den vom Erdbeben betroffenen Gebieten die Störungen der wirtschaftlichen Aktivitäten teilweise kompensiert. Zudem haben die in der ersten Jahreshälfte stärker als erwartet ausgefallene Binnennachfrage und fiskalische Anreize das Wirtschaftswachstum über die zu Jahresbeginn veröffentlichten Prognosen gehoben."
ZAHLEN FÜR 2025 GENANNT
Die UN argumentierten, dass die jahrelang praktizierte unkonventionelle Geldpolitik und die niedrigen Zinssätze die Produktivität und das Wirtschaftswachstum in der Türkei nicht wesentlich gesteigert hätten, was zu einer schwachen Landeswährung geführt habe.
Die UN wiesen darauf hin, dass die schwache Währung zu einem schnellen Anstieg der Inflation geführt habe, und vertraten die Ansicht, dass die Inflation trotz eines Rückgangs im Jahr 2024 bis 2025 weiterhin im zweistelligen Bereich bleiben werde.
Die UN, die die Inflation in der Türkei für das Jahr 2023 auf 55,2 Prozent schätzten, prognostizierten, dass die jährliche Inflationsrate 2024 auf 42,6 Prozent und 2025 auf 21,7 Prozent sinken werde.
Nachrichtenquelle: 12punto
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