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US-Notenbank senkt Zinsen nach 4 Jahren: Was bedeutet die Entscheidung?

Während weltweit nach der Fed-Entscheidung vom Mittwoch weiterhin bewertet wird, in welche Richtung sich die US-Wirtschaft entwickeln wird, nährte die Möglichkeit einer vermiedenen Rezession die Risikobereitschaft. Den Projektionen der Fed zufolge wird bis Jahresende eine weitere Senkung um 50 Basispunkte erwartet, während an den Märkten Erwartungen für eine Senkung um 75 Basispunkte im Vordergrund stehen.

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US-Notenbank senkt Zinsen nach 4 Jahren: Was bedeutet die Entscheidung?

Die globalen Märkte zeigten sich in der vergangenen Woche positiv, da die Erwartungen an eine „sanfte Landung“ nach der ersten Zinssenkung der US-Notenbank (Fed) um 50 Basispunkte seit 4 Jahren wieder gestärkt wurden, während sich die Blicke nun auf die in den USA zu veröffentlichenden Wachstumsdaten richten.

Die Fed hat den Leitzins zum ersten Mal seit 4 Jahren gesenkt und ihn um 50 Basispunkte auf eine Spanne von 4,75 bis 5,00 Prozent reduziert.

In der Erklärung der Fed hieß es, dass die Wirtschaftsaktivität laut jüngsten Indikatoren weiterhin in einem soliden Tempo wachse, die Beschäftigungszuwächse sich verlangsamt hätten und die Arbeitslosenquote zwar gestiegen, aber weiterhin niedrig geblieben sei.

In der Erklärung, in der festgehalten wurde, dass der wirtschaftliche Ausblick unsicher sei, wurde betont, dass die Risiken auf beiden Seiten beachtet würden.

Den Projektionen der Fed zufolge wurden die Inflationsprognosen für dieses Jahr von 2,6 Prozent auf 2,3 Prozent und für 2025 von 2,3 Prozent auf 2,1 Prozent gesenkt.

Die Wachstumsprognose für die US-Wirtschaft wurde für dieses Jahr von 2,1 Prozent auf 2 Prozent nach unten korrigiert, während für 2025, 2026 und 2027 jeweils 2 Prozent prognostiziert wurden. Die Schätzungen zur Arbeitslosenquote wurden für dieses Jahr von 4 Prozent auf 4,4 Prozent und für 2025 von 4,2 Prozent auf 4,4 Prozent angehoben.

INFLATIONSRISIKO GESUNKEN

Fed-Chef Jerome Powell erklärte nach der Sitzung, dass die Aufwärtsrisiken für die Inflation abgenommen hätten und die Abwärtsrisiken für die Beschäftigung gestiegen seien. Er drückte aus, dass die Entscheidung zur Zinssenkung um 50 Basispunkte das wachsende Vertrauen widerspiegele, dass durch eine angemessene Neuausrichtung der geldpolitischen Haltung die Stärke des Arbeitsmarktes bewahrt werden könne.

Powell betonte, dass die US-Wirtschaft insgesamt stark sei und in den letzten zwei Jahren bedeutende Fortschritte in Richtung der Ziele erzielt worden seien. Er merkte an, dass sich der Arbeitsmarkt im Vergleich zu seinem früheren „überhitzten“ Zustand „abgekühlt“ habe und die Inflation deutlich zurückgegangen sei.

Während weltweit nach der Fed-Entscheidung vom Mittwoch weiterhin bewertet wird, in welche Richtung sich die US-Wirtschaft entwickeln wird, nährte die Möglichkeit einer vermiedenen Rezession die Risikobereitschaft.

Fed-Chef Jerome Powell

WERDEN DIE ZINSSENKUNGEN ANHALTEN?

Den Projektionen der Fed zufolge wird bis Jahresende eine weitere Senkung um 50 Basispunkte erwartet, während an den Märkten Erwartungen für eine Senkung um 75 Basispunkte im Vordergrund stehen. In diesem Fall zeigt sich, dass die Bedeutung der zu veröffentlichenden Beschäftigungsdaten zunimmt, während auch Signale zur Wirtschaftsaktivität im Fokus der Investoren stehen.

Analysten erklärten, dass auch die in der kommenden Woche in den USA zu veröffentlichenden Wachstumsdaten im Fokus der Märkte stehen werden.

Mit diesen Entwicklungen beendete die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihen die Woche mit einem Anstieg um 7 Basispunkte bei 3,72 Prozent. Während der Dollar-Index um 0,4 Prozent auf 101,7 Punkte nachgab, stieg der Goldpreis, der mit 2.625,8 Dollar ein Rekordniveau erreichte, um 1,7 Prozent auf 2.622,3 Dollar.

Unter dem Einfluss der positiven Stimmung an den globalen Märkten beendete der Barrelpreis für Brent-Öl die Woche mit einem Anstieg von 3,2 Prozent bei 74 Dollar.

WIE SIEHT DER AUSBLICK DER US-WIRTSCHAFT AUS?

Die New Yorker Börse beendete die Woche nach der Zinsentscheidung der Fed positiv.

Den in den USA veröffentlichten Daten zufolge sank die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in der Woche zum 14. September auf 219.000 und lag damit unter den Markterwartungen.

Das US-Leistungsbilanzdefizit stieg im zweiten Quartal des Jahres um 10,7 Prozent auf 266,8 Milliarden Dollar.

Die Einzelhandelsumsätze im Land verzeichneten im August entgegen den Erwartungen eines monatlichen Rückgangs einen Anstieg von 0,1 Prozent. Analysten wiesen darauf hin, dass der unerwartete Anstieg der Einzelhandelsumsätze im August zeige, dass die Verbraucherausgaben weiterhin relativ stark blieben.

Die Industrieproduktion in den USA stieg im August auf Monatsbasis um 0,8 Prozent und lag damit über den Markterwartungen.

Auf Unternehmensebene gewannen die Aktien von Intel nach der Ankündigung, die strategische Zusammenarbeit mit Amazon Web Services auszuweiten, 11,1 Prozent an Wert.

Die Aktien des Chipherstellers AMD stiegen um 2,4 Prozent. Die Aktien der US-Technologieriesen Apple gewannen 2,6 Prozent, Meta 7 Prozent, Microsoft 1,1 Prozent und Alphabet 4 Prozent an Wert.

Mit diesen Entwicklungen legte der Nasdaq-Index um 1,49 Prozent, der Dow-Jones-Index um 1,62 Prozent und der S&P 500-Index um 1,37 Prozent zu.


Nachrichtenquelle: AA

USA US-Notenbank Fed Zinssenkung Zinsentscheidung Wachstumserwartung Wachstumszahlen