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Werberat verhängt Geldstrafen gegen irreführende Werbung

Der Werberat hat in den ersten fünf Monaten des Jahres in 661 Fällen ein Verbot für rechtswidrige Werbemaßnahmen erlassen und insgesamt 125,3 Millionen Lira an Bußgeldern verhängt.

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Werberat verhängt Geldstrafen gegen irreführende Werbung

Das Handelsministerium hat Details zur Sitzung des Werberats vom 15. Mai veröffentlicht. Der Erklärung zufolge wurden von den 65 in der Sitzung geprüften Fällen 56 als verstoßend gegen die Werbevorschriften eingestuft. Für diese Fälle wurden Stopp-Entscheidungen getroffen und insgesamt 10.495.800 Lira an Bußgeldern verhängt. Zudem wurde in 5 Fällen eine Sperrung des Zugangs angeordnet, um eine Benachteiligung der Verbraucher zu verhindern.

In der Mitteilung des Ministeriums wurde nicht nur auf den Monat Mai, sondern auch auf die Gesamtbilanz der ersten fünf Monate des Jahres eingegangen. Demnach hat der Rat in den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 insgesamt 736 Fälle bewertet. Nachdem in 661 Fällen irreführende Werbung oder unlautere Geschäftspraktiken festgestellt wurden, ergingen Stopp-Entscheidungen und es wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 125.281.151 Lira verhängt.

Ein Schwerpunkt der Mai-Sitzung lag auf digitalen Manipulationen bei Online-Einkäufen. Der Rat untersuchte Internet-Benutzeroberflächen, die so gestaltet sind, dass sie die rationalen Entscheidungsprozesse der Verbraucher beeinflussen können. In der Erklärung hieß es dazu:

"Eines der Hauptthemen der Mai-Sitzung des Rates waren Manipulationen bei Funktionen innerhalb von Websites oder mobilen Anwendungen wie der Anzahl der Shop-Follower, dem Favorisieren von Produkten oder dem Hinzufügen zum Warenkorb, dem Stellen von Fragen sowie Bewertungen. Ebenso wurden Manipulationen bei Kommentaren von Verbrauchern zu Unternehmen in Kartenanwendungen sowie bei Download-Zahlen und Kommentaren in App-Stores untersucht. Diese Praktiken zielen darauf ab, Unternehmen, Anwendungen oder Waren und Dienstleistungen, denen Verbraucher im normalen Geschäftsverlauf eher selten begegnen würden, in den Vordergrund zu rücken und Werbemaßnahmen zu erstellen, die Kommentare veröffentlichen, welche den tatsächlichen Erfahrungen widersprechen."

In der Erklärung wurde mitgeteilt, dass gegen 6 Unternehmen, die das Kaufverhalten der Verbraucher durch solche manipulativen Werbemaßnahmen beeinflusst haben, Bußgelder in Höhe von etwa 3,5 Millionen Lira verhängt wurden, die entsprechenden Werbeanzeigen gestoppt wurden und zudem der Zugang zu den Websites dieser Firmen gesperrt wurde.

Ein weiteres wichtiges Thema, das der Rat prüfte, waren Abonnement-Angebote auf Videoplattformen, die Nutzer in die Irre führen. Auf einer Videoseite wurden Praktiken wie die Vorauswahl eines Abonnementpakets und die Verpflichtung zur Angabe von Kredit- oder Bankkartendaten, um das Angebot „1 Monat lang für 0 Lira testen“ nutzen zu können, auf die Tagesordnung gesetzt. Zudem wurden Benutzeroberflächen in mobilen Anwendungen, die Verbraucher mit der Option „2 Monate kostenlos“ täuschen, in die Prüfung einbezogen.

In der diesbezüglichen Bewertung wurde Folgendes festgehalten:

"Als Ergebnis der durchgeführten Untersuchung wurden die besagten Benutzeroberflächen, die Verbraucher zu Transaktionen verleiten, die sie unter normalen Umständen nicht eingehen würden, sowie die Speicherung von Zahlungsinformationen trotz der Präsentation von Abonnementpaketen als 'kostenlose Testversion' als Dark Patterns eingestuft. Gegen das Unternehmen wurde die Einstellung dieser Geschäftspraktiken sowie die Verhängung eines Bußgeldes beschlossen."


Nachrichtenquelle: AA

Werberat