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Wohnungspreisanstieg erreicht Rekordniveau in östlichen und südöstlichen Provinzen

Trotz hoher Zinssätze ist die Nachfrage nach Wohnraum in der gesamten Türkei nicht zurückgegangen; in diesem Jahr kam es insbesondere in östlichen und südöstlichen Provinzen wie Bingöl, Diyarbakır und Muş zu einem drastischen Anstieg der Miet- und Immobilienpreise. Die drei größten Städte blieben von der Liste der stärksten Anstiege ausgeschlossen.

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Wohnungspreisanstieg erreicht Rekordniveau in östlichen und südöstlichen Provinzen

Trotz der hohen Zinssätze hält das Interesse der türkischen Bevölkerung an Wohneigentum unvermindert an. Im Zeitraum von Januar bis September 2025 stieg die Zahl der verkauften Wohnungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19,2 Prozent auf 1.128.727 Einheiten. Allein im September wurden 150.657 Wohnungen verkauft, was den höchsten jemals verzeichneten September-Wert darstellt.

Experten führen diese Dynamik vor allem auf die erwartete Zinssenkung durch die Zentralbank der Republik Türkei sowie auf die rasant steigenden Mieten zurück. Viele Menschen investieren in Immobilien, um der wachsenden Mietbelastung zu entkommen und Wohneigentum zu erwerben, bevor die Preise weiter steigen.

REGIONALE UNTERSCHIEDE BEI DEN WOHNUNGSPREISEN IN DER TÜRKEI

Laut den Daten des Wohnungspreisindex der Zentralbank stieg der Index von 158,5 Ende 2024 auf 195,7 im September 2025; dies entspricht einem Anstieg von 23,47 Prozent auf Jahresbasis. Die zwischen den Städten beobachteten Veränderungen fielen jedoch bemerkenswert unterschiedlich aus. Zu den Provinzen mit den stärksten Preisanstiegen in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 zählten vor allem Städte in Ostanatolien und Südostanatolien.

Unter den 15 Provinzen mit dem höchsten Wertzuwachs des Jahres belegten folgende Städte die vorderen Plätze:

  • Bingöl: %53,63
  • Diyarbakır: %49,07
  • Muş: %42,86
  • Siirt: %41,08
  • Bitlis: %40,06
  • Erzurum: %37,96
  • Batman: %37,48
  • Manisa: %34,20
  • Elazığ: %33,61
  • Kırıkkale: %32,55
  • Kütahya: %32,46
  • Çanakkale: %32,42
  • Niğde: %32,23
  • Rize: %31,90
  • Bolu: %31,66

In der Küstenprovinz Muğla hingegen zeigte sich ein anderes Bild. Muğla, das als einer der teuersten Wohnungsmärkte der Türkei gilt, rangierte in diesem Jahr bei der Geschwindigkeit des Preisanstiegs auf den hinteren Plätzen; im genannten Zeitraum wurde lediglich ein Anstieg von 11,22 Prozent verzeichnet. Auch Malatya, Osmaniye, Mersin und İzmir gehörten zu den Provinzen mit geringen Zuwächsen.

Zu den weiteren Provinzen mit einem unterdurchschnittlichen Preisanstieg zählten:

  • Malatya: %16,46
  • Osmaniye: %16,85
  • Mersin: %18,43
  • İzmir: %18,46
  • Yozgat: %18,61
  • Trabzon: %19,57
  • Antalya: %19,96
  • Nevşehir: %20,56
  • Kilis: %20,88
  • Hatay: %20,91
  • Aydın: %20,96
  • Konya: %21,59
  • Adıyaman: %21,94
  • Sinop: %22,01

GROSSSTÄDTE NICHT AUF DER LISTE DER STÄRKSTEN ANSTIEGE

Großstädte wie Istanbul, Ankara und İzmir gehörten in diesem Jahr nicht zu den Provinzen mit den höchsten Zuwächsen. Dennoch liegen die Quadratmeterpreise in diesen Städten deutlich über dem landesweiten Durchschnitt der Türkei. Den Daten zufolge stiegen die Wohnungspreise in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 in Istanbul um 26,06 Prozent, in Ankara um 31,16 Prozent und in İzmir um 18,46 Prozent.

WIRD DIE REGIONALE DIFFERENZIERUNG ANHALTEN?

Experten gehen davon aus, dass der starke Preisanstieg auf dem Wohnungsmarkt in den Städten Ostanatoliens und Südostanatoliens auch in der kommenden Zeit anhalten könnte. In den Küstenstädten hingegen ist eine Verlangsamung der Preisanstiege zu beobachten. Es wird darauf hingewiesen, dass die erwarteten Zinssenkungen zwar eine allgemeine Belebung der Nachfrage bewirken könnten, diese jedoch nicht im gesamten Land gleichermaßen spürbar sein werde. Damit wird unterstrichen, dass die regionale Divergenz auf dem Wohnungsmarkt zu einem dauerhaften Trend geworden ist.


Nachrichtenquelle: 12punto

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