Ära der speziellen SIM-Karten für Kinder beginnt: Kindersicherung und Zugriffsbeschränkungen kommen
Mit dem Ziel, Mobilgeräte für Kinder sicherer zu machen, sind neue Maßnahmen auf dem Weg. Es werden spezielle „Leitungen“ für Kinder sowie strengere Identitätsprüfungsverfahren eingeführt.
Nach den jüngsten Angriffen an Schulen in Kahramanmaraş und Şanlıurfa sind die Auswirkungen digitaler Umgebungen auf Kinder erneut Gegenstand öffentlicher Debatten geworden. Infolge dieser Entwicklungen wurden Schritte eingeleitet, um landesweit in der Türkei wichtige Maßnahmen bezüglich der Internet- und Handyspielnutzung von Kindern zu ergreifen.
Wie die Zeitung Sabah berichtet, wird an einem umfassenden Regulierungspaket gearbeitet, um zu verhindern, dass gewalthaltige Inhalte im digitalen Raum Kinder erreichen. Insbesondere die neuen Regelungen der Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) zielen darauf ab, die Gefahren zu verringern, denen Kinder in der digitalen Welt begegnen könnten.
Im Rahmen der geplanten neuen Schritte ist vorgesehen, den Zugriff auf gewalthaltige und riskante Inhalte über Mobilgeräte für Nutzer unter 18 Jahren einzuschränken.
SPEZIELLE LEITUNGEN FÜR KINDER UND KINDERSICHERUNG
Eine der diskutierten Neuerungen ist die Einführung einer „Kinderleitung“. In diesem System ist vorgesehen, dass Telefonanschlüsse, die auf den Namen von Kindern laufen, von den Eltern kontrolliert werden können. Es wird erwartet, dass sich in diesem Rahmen auch das Modell „Telefon nur für Sprachanrufe, ohne Internetzugang“ verbreiten wird.
Durch diese neue Anwendung soll verhindert werden, dass Jugendliche unkontrolliert auf gewalthaltige Handyspiele und schädliche digitale Trends zugreifen. Es heißt, dass der Gesetzesentwurf in Kürze der Großen Nationalversammlung der Türkei vorgelegt werden soll, um die staatliche Aufsicht in diesem Bereich auf das höchste Niveau zu heben.
Auch Maßnahmen gegen Versuche, bestehende Beschränkungen mittels VPN-Diensten zu umgehen, wurden in das Paket aufgenommen. Um Identitätsdiebstahl im digitalen Raum und den Missbrauch personenbezogener Daten zu verhindern, steht eine Stärkung der bestehenden Systeme auf der Agenda.
Es wurde mitgeteilt, dass für Nutzer, die Mobilfunkverträge bei GSM-Betreibern abschließen, biometrische Sicherheitsmaßnahmen wie Identitätsprüfung und Gesichtserkennung, ähnlich wie im Bankensektor, eingeführt werden sollen.
In diesem Zusammenhang wurde festgehalten, dass die rechtliche Infrastruktur erweitert werden soll, damit sich Kinder im digitalen Umfeld sicherer bewegen können und Eltern die technologischen Gewohnheiten ihrer Kinder genauer verfolgen können.
Die neuen Regelungen sollen in einer Zeit, in der das Alter, in dem Kinder mit dem Internet und Mobilgeräten in Kontakt kommen, stetig sinkt, auf die gesellschaftlichen Erwartungen reagieren.
Nachrichtenquelle: 12punto
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