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Ein Oktopus bewachte seine Jungen 4,5 Jahre lang ohne Nahrung

Ein weiblicher Oktopus, der in den Tiefen des Pazifischen Ozeans lebt, hat die Wissenschaftswelt in Erstaunen versetzt, indem er 53 Monate lang seine Eier bewachte, ohne dabei etwas zu fressen.

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Ein Oktopus bewachte seine Jungen 4,5 Jahre lang ohne Nahrung

Meeresbiologen, die vor der Küste Kaliforniens arbeiten, haben in etwa 1,4 Kilometern Tiefe eine außergewöhnliche Beobachtung gemacht.

Graneledone boreopacifica, eine Tiefsee-Oktopusart, stellte einen neuen Rekord auf, indem sie 53 Monate lang regungslos ihre Eier bewachte. Während der wissenschaftlichen Beobachtung, die 2007 begann und 2014 endete, stellten die Forscher fest, dass der weibliche Oktopus seinen Bau keinen einzigen Tag verließ und in diesem Zeitraum keinerlei Nahrung zu sich nahm.

Diese lange Brutzeit, die bei einer Durchschnittstemperatur von 3-4 Grad Celsius am eiskalten Meeresboden stattfand, verlangsamt die Entwicklung der jungen Oktopusse, die aus den Eiern schlüpfen, erheblich. Während die Brutzeit in flachen Gewässern meist auf wenige Monate begrenzt ist, kann sich dieser Prozess unter Tiefseebedingungen auf fast fünf Jahre ausdehnen.

SIE WIDMETE IHR LEBEN IHREN JUNGEN

Die Oktopus-Mutter konzentriert ihre gesamte Energie mit einem Überlebensinstinkt auf den Schutz ihrer Jungen. Die Eier, die gegenüber Raubtieren schutzlos wären, entwickeln sich dank der Reinigung, Belüftung und des Schutzes durch die Mutter sicher. Als Ergebnis dieser Aufopferung fährt der weibliche Oktopus seinen Stoffwechsel auf ein Minimum herunter und widmet sein Leben der Sicherheit seiner Jungen.

Wissenschaftler geben an, dass diese Art evolutionär eine solch außergewöhnliche Strategie entwickelt hat, um mit dem Nahrungsmangel in der Tiefsee zurechtzukommen. Diese lang anhaltende Hungerphase und die Fürsorge des Elternteils stellen sicher, dass die jungen Oktopusse in dem Moment, in dem sie ins Leben starten, stark und bereit für die Jagd sind. Der weibliche Oktopus stirbt kurz nach dem Schlüpfen der Jungen.

Dieses außergewöhnliche elterliche Verhalten hat einmal mehr gezeigt, zu welch bemerkenswerten Opfern Lebewesen in der Natur manchmal fähig sind, um zu überleben.


Nachrichtenquelle: 12punto