In China wurde ein 10-stöckiges Gebäude mit modularer Bautechnik in weniger als 29 Stunden fertiggestellt
Dank des von China entwickelten „Living Building“-Systems im Bausektor konnte ein 10-stöckiges Gebäude mit im Werk vorgefertigten Stahlmodulen in nur 28 Stunden und 45 Minuten errichtet werden.
Ein Technologieunternehmen in China sorgt weiterhin mit innovativen Baumethoden für Aufsehen. Bei einem aktuellen Projekt in der Stadt Changsha wurde mithilfe des sogenannten „Living Building“-Systems ein 10-stöckiges Wohngebäude unter Verwendung modularer Komponenten aus Edelstahl in Rekordzeit errichtet. Die Haupteinheiten des Gebäudes wurden im Werk vorgefertigt, in Standard-Containergrößen produziert, problemlos transportiert und auf der Baustelle mithilfe von Kränen schnell montiert.
Bei dieser Methode wird das Gebäude, anders als bei herkömmlichen Bauprozessen, vor Ort aus Teilen zusammengesetzt, die wie bei einem Auto in der Fabrik produziert wurden. Bei der Montage der Module vor Ort erfolgen lediglich die mechanischen Verbindungen sowie die Installation der Elektro- und Wasserleitungen.
Auch die Widerstandsfähigkeit der Strukturen ist beachtlich. Die vom Unternehmen entwickelten speziellen „Bcore“-Edelstahlplatten sind im Vergleich zu Stahlbetonbauten zehnmal leichter und 100-mal stärker. Zudem weist dieser Stahl eine 30-mal höhere Korrosionsbeständigkeit auf als Kohlenstoffstahl. Behauptungen zufolge kann die Lebensdauer von Gebäuden, die mit diesem Material errichtet wurden, 1.000 Jahre überschreiten. Es wird betont, dass das System, das eine hohe strukturelle Stabilität bietet, vollständigen Widerstand gegen schwierige Naturbedingungen wie Erdbeben und Taifune leistet.
Umweltfreundliche Details gehören ebenfalls zu den grundlegenden Merkmalen des Systems. Durch die verwendete 22 cm dicke Isolierschicht, spezielle Fenster mit drei oder vier Glasschichten und intelligente Wärmerückgewinnungssysteme wird die Energieeffizienz auf ein Höchstmaß gesteigert. Nach Angaben des Unternehmens sind die Energiekosten dieser Gebäude 5- bis 10-mal niedriger als bei klassischen Gebäuden. Zudem sorgt die Optimierung der Produktion in Fabriken für eine deutliche Reduzierung der Materialverschwendung und der CO2-Emissionen während des Baus.
Mit der Verbreitung modularer Bautechnologien wird prognostiziert, dass diese eine wichtige Richtung für die Zukunft der Baubranche vorgeben könnten. Experten unterstreichen, dass ähnliche Systeme in Katastrophengebieten schnelle, langlebige und energiesparende Lösungen bieten könnten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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