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Neuer Vorstoß der USA bei Verteidigungsexporten: Produktion von Langstreckenraketen für Verbündete beginnt

Das US-amerikanische Verteidigungsunternehmen RTX geht nach einem Großauftrag im Wert von 234,7 Millionen US-Dollar in die Serienproduktion der AMRAAM-ER-Raketen der nächsten Generation.

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Neuer Vorstoß der USA bei Verteidigungsexporten: Produktion von Langstreckenraketen für Verbündete beginnt

Im Rahmen eines hochdotierten Vertrags zwischen dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Staaten und RTX werden die für NASAMS-Luftverteidigungssysteme vorgesehenen AMRAAM-ER-Raketen nun in die volle Serienproduktion überführt. Es wurde bekannt gegeben, dass das erste für das Programm bereitgestellte Budget in Höhe von 61,5 Millionen US-Dollar vollständig durch die Finanzierung von Exportkunden gedeckt wird. Die Auslieferungen sollen bis April 2030 abgeschlossen sein und werden über das US-Programm für ausländische Militärverkäufe (Foreign Military Sales, FMS) an die Streitkräfte verbündeter Nationen erfolgen.

Dieses Produktionsprogramm markiert den Übergang von einer Phase geringer Produktionsdichte hin zu einer groß angelegten Fertigung, die eine schnelle Deckung der Nachfrage ermöglicht. Ziel ist ein bedeutender Beitrag zum modernen Verteidigungsnetzwerk der USA sowie der NATO und anderer verbündeter Staaten.

Die AMRAAM-ER-Raketen zeichnen sich durch ihre einfache Anpassungsfähigkeit an bestehende Systeme und ihre technologische Aktualisierbarkeit aus. Neben den fortschrittlichen Lenksystemen und der Gefechtskopftechnologie des Modells AIM-120C-8 übersteigt die Reichweite dank eines Hochleistungsraketenmotors, der aus dem RIM-162 ESSM-Programm übernommen wurde, etwa 60 Kilometer. Dadurch wird der Abdeckungsbereich der integrierten NASAMS-Luftverteidigungssysteme erheblich erweitert.

Zu den Nutzern dieser neuen Raketen zählen unter anderem Ungarn, Kuwait, Litauen, die Niederlande, Norwegen und Taiwan. Diese Länder werden ihre Luftverteidigungskapazitäten durch die Aufnahme der verbesserten AMRAAM-ER-Raketen in ihr Inventar modernisieren und sich so besser gegen zeitgenössische Bedrohungen wappnen.

Die neue Rakete, die nun in die Serienproduktion geht, bietet mit ihrem aktiven radargesteuerten Suchkopf eine "Fire-and-Forget"-Fähigkeit. Sie kann ein breites Spektrum an Bedrohungen von verschiedenen Plattformen (von Starrflüglern bis hin zu unbemannten Luftfahrzeugen) bekämpfen. Die AMRAAM-ER, die von bodengestützten Werfern aus schräg abgefeuert werden kann, stärkt die mehrschichtige Schutzstruktur des NASAMS-Systems und verleiht den Ländern zudem strategische Tiefe und operative Flexibilität.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass mit diesem Großauftrag über 234,7 Millionen US-Dollar die Luftverteidigung sowohl der USA als auch ihrer internationalen Verbündeten auf eine neue Stufe gehoben wird. Mit der Serienproduktion wird eine rasche Verbreitung der Verteidigungstechnologien der nächsten Generation erwartet.


Nachrichtenquelle: 12punto