Produktion in einem weiteren Tesla-Werk für zwei Wochen gestoppt
Der US-amerikanische Elektroautohersteller Tesla hat angekündigt, die Produktion in seinem Werk in Berlin für zwei Wochen auszusetzen, da die Angriffe auf Schiffe im Roten Meer die Lieferketten beeinträchtigen.
In einer Erklärung von Tesla heißt es, dass die bewaffneten Konflikte im Roten Meer und die damit verbundenen Umleitungen der Transportrouten zwischen Europa und Asien über das Kap der Guten Hoffnung Auswirkungen auf die Lieferketten hätten, was aufgrund von Verzögerungen die Produktion in Deutschland beeinträchtige.
BIS ZUR ZWEITEN FEBRUARWOCHE AUSGESETZT
In der Erklärung, in der darauf hingewiesen wurde, dass die längeren Transportzeiten zu Lücken in den Lieferketten führen, hieß es: "Aufgrund fehlender Bauteile sind wir gezwungen, die Fahrzeugproduktion in der Gigafactory in Berlin-Brandenburg vom 29. Januar bis zum 11. Februar in den meisten Bereichen auszusetzen. Die Produktion wird ab dem 12. Februar wieder vollständig aufgenommen."

Die Huthi-Rebellen im Jemen hatten nach den Angriffen der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 ihre Unterstützung für die Hamas erklärt und zahlreiche Angriffe mit Drohnen und Raketen auf Handelsschiffe im Roten Meer verübt. Infolgedessen änderten Handelsschiffe ihre Routen und begannen, statt des Roten Meeres den Suezkanal zu nutzen, was den Transport zeitaufwendiger macht.
Während die USA und Großbritannien Ziele der Huthi im Jemen angriffen, führten amerikanische und britische Kampfflugzeuge in der Nacht Luftangriffe auf bestimmte Punkte in den jemenitischen Städten Sanaa, Hodeida und Taiz durch.
US-Präsident Joe Biden teilte in einer schriftlichen Erklärung mit, dass auch Australien, Bahrain, Kanada und die Niederlande die Angriffe unterstützten.

In Berichten der US-Medien wurde angegeben, dass die US-amerikanischen und britischen Streitkräfte mindestens 12 Huthi-Ziele getroffen hätten und die Angriffe mit Kampfflugzeugen und Tomahawk-Marschflugkörpern durchgeführt worden seien.
Nach den Aktionen der Huthi gegen Handelsschiffe als Reaktion auf die Angriffe Israels auf den Gazastreifen hatten zahlreiche Reedereien beschlossen, ihre Fahrten durch das Rote Meer einzustellen.
Die Angriffe der Huthi gefährden auch die Durchfahrten durch den Suezkanal, der das Mittelmeer mit dem Roten Meer verbindet, die kürzeste Route zwischen Europa und Asien bietet und über den etwa 12 Prozent des Welthandels abgewickelt werden.
Die Angriffe auf Handelsschiffe im Roten Meer und die darauf folgenden Entscheidungen der Unternehmen schüren die Sorge vor einer neuen "Lieferkettenkrise" in der Weltwirtschaft.
Nachrichtenquelle: AA
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