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Technologie erhöht Überlebenschancen bei metastasiertem Krebs im Stadium 4

Bei der Strahlentherapie, die umgangssprachlich als „Bestrahlung“ bekannt ist, kann bei Patienten im Stadium 4 (fortgeschrittenes Stadium) mit mehreren Metastasen durch die „Punktlandungs-Methode“ – bei der eine sehr hohe Strahlendosis auf einen kleinen Bereich appliziert wird – die Lebenserwartung deutlich verlängert werden.

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Technologie erhöht Überlebenschancen bei metastasiertem Krebs im Stadium 4

Die stellvertretende Vorsitzende der Türkischen Gesellschaft für Radioonkologie, Prof. Dr. Banu Atalar, erklärte, dass Krebs weltweit zu den häufigsten Todesursachen zähle, jedoch durch Screening-Programme die Möglichkeiten zur Früherkennung gestiegen seien und durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien in der Behandlung bedeutende Fortschritte bei den Überlebensraten erzielt wurden.

Atalar betonte, dass die Krebsbehandlung je nach Art, Typ, Ausbreitung und Stadium des Tumors variieren könne, und erinnerte daran, dass die Strahlentherapie, die in der Bevölkerung seit vielen Jahren als „Bestrahlung“ bekannt ist, aktiv in der Behandlung eingesetzt wird.

„AUF EINEN KLEINEN BEREICH WIRD EINE SEHR HOHE DOSIS GESTRAHLT“

Prof. Dr. Atalar wies darauf hin, dass die Strahlentherapie dank fortschreitender Technologie mittlerweile selbst auf sehr kleine Ziele angewendet werden kann: „Mit der stereotaktischen Radiochirurgie, die umgangssprachlich als ‚Punktlandungs-Methode‘ bezeichnet wird, können selbst Tumoren an sehr kleinen oder schwer zugänglichen Stellen erreicht und vollständig zerstört werden“, sagte sie.

Atalar erläuterte, dass diese Methode als „Applikation einer sehr hohen Strahlendosis auf einen kleinen Bereich“ definiert sei: „Es ist notwendig, dies auf einen Tumor von maximal 3-4 Zentimetern zu begrenzen. Denn je größer der Tumor wird, desto stärker sind die Auswirkungen der Dosis auf das umliegende Gewebe. Bei dieser Methode muss das Ziel klein sein“, erklärte sie.

Atalar gab an, dass bei der Punktlandungs-Methode mehrere Regionen innerhalb kurzer Zeit bestrahlt werden können, und lieferte folgende Informationen:

„Dank dieser Technik ist es möglich geworden, gleichzeitig mehrere Regionen in kurzer Zeit zu bestrahlen. Wenn der Patient Tumoren in verschiedenen Körperregionen hat, kann der Tumor nach einer entsprechenden Bewertung mittels Punktlandung zerstört werden. In diesem Fall wäre eine separate chirurgische Anwendung für jeden dieser Tumoren in verschiedenen Regionen für den Patienten eine Methode, die nicht einfach ist und eine lange Genesungszeit erfordern könnte.

Dagegen ist es nun möglich, den Tumor durch eine Punktlandung zu zerstören, die auf verschiedene Regionen gleichzeitig angewendet wird. Metastasen können in verschiedenen Organen des Patienten auftreten, das ist kein Hindernis, aber nach den uns vorliegenden Studien ist es wichtig, dass die Anzahl der Metastasen zwischen 1 und 5 liegt. Es wird jedoch prognostiziert, dass diese Zahl in laufenden Studien steigen wird. Dementsprechend ist es derzeit möglich, die Lebenserwartung bei Patienten mit einer begrenzten Anzahl von 1 bis 5 Metastasen durch die Punktlandungs-Methode zu verlängern. Wissenschaftliche Publikationen zeigen auch eine deutliche Verlängerung, insbesondere beim krankheitsfreien Überleben.“

Atalar wies auch darauf hin, dass die Punktlandungs-Methode dem Patienten erhebliche Vorteile biete: „Dank dieser neuen Technologie kann die Tumorkontrolle erreicht werden, indem hohe Strahlendosen auf verschiedene Regionen appliziert werden, ohne dass Schnitte, Anästhesie oder Injektionen beim Patienten erforderlich sind. Der Patient kann bereits am Tag nach der Anwendung mit anderen notwendigen Behandlungen beginnen. Bei dieser Methode gibt es keinerlei invasive Eingriffe. Die Behandlung ist in etwa einer halben Stunde abgeschlossen“, bewertete sie.

Atalar erklärte zudem, dass diese Methode bei allen Krebsarten angewendet werden könne: „So erreichen wir mittlerweile bei Lungenkrebs im Frühstadium, Prostatakrebs im Frühstadium und bei Hirnmetastasen die gleichen Ergebnisse wie mit einer Operation“, informierte sie.

Atalar berichtete, dass bei dieser Methode im Vergleich zur Chirurgie bei Lungen- und Prostatakrebs im Frühstadium deutlich weniger Nebenwirkungen auftreten, und betonte, dass die Türkei hinsichtlich dieser Technologien über eine sehr gute technische Infrastruktur verfüge.

Atalar schloss ihre Worte mit: „In unserem Land gibt es sehr fortschrittliche Geräte und sehr gute Ärzte. Es gibt keine Probleme beim Zugang zur Behandlung; wichtig ist hierbei, festzulegen, welche Methode bei welchem Patienten angewendet werden soll und die Behandlung so schnell wie möglich zu beginnen. Die Dosismenge und die Wahl der Methode für den Patienten müssen von Radioonkologen bestimmt werden.“


Nachrichtenquelle: AA

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