Trend zu Entlassungen bei Tech-Giganten setzt sich 2025 fort
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres verloren Tausende Menschen bei führenden Technologieunternehmen ihren Arbeitsplatz. Die Gesamtzahl der Entlassungen in der Branche erreichte 72.000.
In der ersten Jahreshälfte 2025 stand die Technologiewelt erneut wegen Entlassungsmeldungen in den Schlagzeilen. Massenentlassungen, die in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten Themen geworden sind, setzen sich auch in diesem Jahr als Teil der finanziellen und technologischen Transformationsprozesse großer Unternehmen fort. Insbesondere die Entscheidungen der Branchenriesen beeinflussen nicht nur die Beschäftigten, sondern die gesamte globale Wirtschaftslage.
Nach Daten der Plattform Layoffs.fyi, die technologieorientierte Entlassungen verfolgt, haben in den ersten sechs Monaten des Jahres mehr als 150 große Technologieunternehmen insgesamt 72.000 Mitarbeiter entlassen. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres hatten etwa 100.000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Auch wenn dies im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 28 Prozent entspricht, hält der Trend zur Verringerung der Beschäftigung in der Branche an.
Ein Blick auf das Jahr 2023 zeigt ein noch drastischeres Bild: In der ersten Jahreshälfte jenes Jahres verloren 213.000 Mitarbeiter ihren Job. Die Daten der letzten zwei Jahre verdeutlichen, dass sich die Branche global in einer Umstrukturierung befindet und der Personalabbau zu einem makroökonomischen Trend geworden ist.
GROSSUNTERNEHMEN STRUKTURIERTEN IM MAI UM
Microsoft bereitet sich darauf vor, eine weitere der meistdiskutierten Entlassungsentscheidungen des Jahres 2025 zu treffen. Nachdem das Unternehmen im Mai 3.000 Mitarbeiter entlassen hat, plant es den Abbau von weiteren 9.000 Stellen, was 4 Prozent der weltweiten Belegschaft entspricht. Damit wird prognostiziert, dass in diesem Jahr insgesamt 12.000 Microsoft-Mitarbeiter entlassen werden.
Ähnlich kündigte CrowdStrike, ein bedeutender Akteur im Bereich Cybersicherheit, an, sich von 5 Prozent seiner Mitarbeiter zu trennen, um sich an die schnellen Veränderungen im Bereich der künstlichen Intelligenz anzupassen. Der CEO des Unternehmens, George Kurtz, erklärte in einer Fernsehsendung, dass die durch künstliche Intelligenz gebotenen Möglichkeiten die Umwandlung von Ideen in Produkte beschleunigen, das Kundenerlebnis verbessern und die Effizienz steigern würden.
REKORDANSTIEG BEI DER MARKTKAPITALISIERUNG VON TECH-GIGANTEN
Trotz der Beschäftigungsverluste in der Branche ist ein deutlicher Anstieg der Marktwerte von Technologieunternehmen zu verzeichnen. Aktuellen Daten von Companiesmarketcap.com zufolge stammen alle fünf wertvollsten Unternehmen der Welt aus dem Technologiesektor. An der Spitze der Liste steht NVIDIA mit einem Marktwert von 3,8 Billionen Dollar, gefolgt von Microsoft mit 3,7 Billionen Dollar. Apple liegt mit 3,2 Billionen Dollar auf dem dritten Platz, Amazon mit 2,4 Billionen Dollar auf dem vierten und Alphabet (Google) mit einem Marktwert von 2,2 Billionen Dollar auf dem fünften Platz.
Es fällt auf, dass die Unternehmenswerte insbesondere durch Investitionen in künstliche Intelligenz und digitale Transformation weiter steigen, während gleichzeitig die Personalressourcen schrumpfen. Branchenanalysten weisen jedoch darauf hin, dass in der kommenden Zeit neue Arbeitsplätze entstehen könnten.
Nachrichtenquelle: 12punto
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