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Weltrekord mit Wundermaterial gebrochen

Forschern ist ein Durchbruch gelungen, indem sie ein sogenanntes "Wundermaterial" einsetzten, um die Effizienz von Solarpaneelen zu steigern.

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Weltrekord mit Wundermaterial gebrochen

Ein Team des chinesischen Solartechnologieunternehmens Longi hat mit einer Silizium-Perowskit-Tandem-Solarzelle einen neuen Weltrekord von 33,9 Prozent aufgestellt und damit den vorherigen Rekord der King Abdullah University of Science and Technology (KAUST) in Saudi-Arabien aus dem Mai dieses Jahres übertroffen.

Der neue Effizienzrekord durchbrach zudem erstmals die theoretische Grenze von 33,7 Prozent, die für standardmäßige Einzelzellen in kommerziellen Solarpaneelen gilt.

NEUE GENERATION HOCHEFFIZIENTER SOLARZELLENTECHNOLOGIE

In einer von Independent Türkçe zitierten Stellungnahme des Unternehmens heißt es: "Dieser Rekord liefert aussagekräftige experimentelle Daten, um den Vorteil von kristallinen Silizium-Perowskit-Tandem-Solarzellen gegenüber kristallinen Silizium-Einzelzellen in Bezug auf die Effizienz zu demonstrieren."

Das Aufkommen der kristallinen Silizium-Perowskit-Tandemtechnologie hat einen neuen Weg für die Entwicklung der nächsten Generation hocheffizienter Solarzellentechnologie geebnet. Dies bedeutet, dass dieselbe Fläche, die das gleiche Licht absorbiert, mehr Strom erzeugen kann.

Die theoretische Effizienzgrenze von Silizium-Perowskit-Tandem-Solarzellen liegt bei 43 Prozent, doch eine Umsetzung dieses Niveaus im kommerziellen Maßstab ist wenig wahrscheinlich.

Nachdem Forscher der Universität Nanjing Anfang des Jahres bekannt gaben, dass ein Design-Durchbruch die Serienproduktion ermöglicht, könnte die erste Produktion ultra-effizienter Perowskit-Solarpaneele in China beginnen.

Den Forschern zufolge werden die Paneele der neuen Generation 50 Prozent günstiger und 50 Prozent effizienter sein als herkömmliche Siliziumzellen, wobei die Effizienzraten dennoch weit unter den im Labor erreichten Werten liegen werden.

Das von der Universität Oxford gegründete britische Start-up Oxford PV befindet sich bereits im Prozess der Kommerzialisierung der Technologie, mit der Hoffnung, noch in diesem Jahr in einer deutschen Anlage mit der Produktion im großen Maßstab zu beginnen.

Chris Case, Chief Technology Officer von Oxford PV, sagte im August gegenüber The Independent: "Die derzeitigen Silizium-Solarpaneele haben ihre physikalischen Grenzen erreicht. Mit Perowskit haben wir einen Weg gefunden, die Effizienz dieser Solarzellen zu transformieren."

"Die bisher größte Herausforderung ist die Haltbarkeit und Zuverlässigkeit. Wir verfügen bereits über eine hohe Effizienz (viel mehr als bei aktuellen Siliziumzellen), daher fließt ein Großteil unserer Forschung und Entwicklung nicht in die Steigerung der Effizienz, sondern in die Verbesserung der Zuverlässigkeit."

Perowskit erntet viel Lob als "Wundermaterial", da es das Potenzial hat, jeden Bereich von der Hochgeschwindigkeits-Telekommunikation bis hin zu Technologien für erneuerbare Energien zu revolutionieren.

Das Potenzial von Perowskit für Solarpaneele beschränkt sich nicht nur auf Effizienzgewinne im Vergleich zu herkömmlichen Siliziumzellen, sondern umfasst auch neue Einsatzmöglichkeiten.

Zu den jüngsten Durchbrüchen zählen selbstheilende Solarpaneele, die ihre Effizienz über Jahrzehnte bis Jahrhunderte beibehalten können, sowie doppelseitige Solarpaneele, die Strom aus der Sonnenenergie auf beiden Seiten erzeugen können.

Das Material kann auch in verschiedenen Anwendungen eingesetzt werden, von gebäudeintegrierten Solarpaneelen bis hin zur weltraumgestützten Stromerzeugung.


Nachrichtenquelle: 12punto

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