7 Menschen kamen ums Leben: Urteil im Prozess um den Hubschrauberabsturz in Büyükçekmece verkündet
Im Prozess um den Hubschrauberabsturz in Büyükçekmece, bei dem 7 Menschen starben, wurde das Urteil verkündet. Das Gericht verurteilte die Angeklagten Osman Naci Endem und Tamer Tunca, autorisierte Partner der Baufirma, die den Turm errichtete, gegen den der Hubschrauber prallte, wegen "fahrlässiger Tötung mehrerer Personen" zu jeweils 7 Jahren und 6 Monaten Haft.
Im Prozess gegen drei Verantwortliche der Baufirma, die den Fernsehturm errichtete und betrieb, gegen den im Jahr 2017 in Büyükçekmece ein Hubschrauber prallte und abstürzte, wobei 2 Piloten und 5 Passagiere ums Leben kamen, wurde das Urteil verkündet.
An der 11. Verhandlung vor dem 17. Schwurgericht Bakırköy nahmen weder die Angeklagten noch deren Anwälte teil.
Das Gericht, das das Urteil fällte, verurteilte die Angeklagten Osman Naci Endem und Tamer Tunca wegen "fahrlässiger Tötung mehrerer Personen" zu jeweils 7 Jahren und 6 Monaten Haft.
Das Gericht ordnete zudem die Abtrennung des Verfahrens gegen den Angeklagten Mehmet Enis Özgül an, der seit längerer Zeit nicht gefasst werden konnte.
AUS DER ANKLAGESCHRIFT
In der von der Generalstaatsanwaltschaft Bakırköy erstellten Anklageschrift wurde dargelegt, dass der Hubschrauber der Eczacıbaşı Havacılık AŞ am 10. März 2017 um 08.16 Uhr vom Flughafen Atatürk startete und um 08.20 Uhr in der Nähe des TÜYAP Messe- und Kongresszentrums gegen einen Turm prallte, der von einer Baufirma errichtet und betrieben wurde.
In der Anklageschrift wurde erläutert, dass bei dem Hubschrauberabsturz der Kapitänpilot Alaattin Nacar, der Kopilot Ahmet Bulut sowie der bei der Firma Eczacıbaşı beschäftigte Salim Özen und die russischen Passagiere Igor Kochergin, Elena Badragan, Luidmila Chuprova und Aleksandr Vanin ums Leben kamen.
In der Anklageschrift, in der die autorisierten Partner der Baufirma des Turms, Mehmet Enis Özgül, Osman Naci Endem und Tamer Tunca, als Angeklagte geführt wurden, wurde festgehalten, dass der Eczacıbaşı Havacılık AŞ laut den zum Vorfall erstellten Berichten kein Verschulden am Unfall zuzurechnen sei.
In der Anklageschrift wurde zudem mitgeteilt, dass bei einer Untersuchung durch die Generaldirektion für Zivilluftfahrt am 6. April 2017, die auf Antrag der Abteilung für Verkehrssicherheitsuntersuchungen des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur durchgeführt wurde, festgestellt wurde, dass der Fernsehturm nicht den Standards entsprechend markiert und beleuchtet war.
Demnach wurde in der Anklageschrift, in der festgestellt wurde, dass die Endem İnşaat AŞ, die den Turm errichtete und betrieb, eine Mitschuld am Unfall trage, für Endem, Özgül und Tunca wegen "fahrlässiger Tötung mehrerer Personen" eine Freiheitsstrafe von jeweils 2 bis 15 Jahren gefordert.
Nachrichtenquelle: AA
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