Angriff vor seinem Büro: Alle Angeklagten im Prozess, darunter Sedat Peker, wurden freigelassen
Nach dem Tod von Furkan Taş, der einen bewaffneten Angriff auf den Arbeitsplatz von Semih Tufan Gülaltay – dem Anstifter des Attentats auf den ehemaligen Vorsitzenden des Menschenrechtsvereins (İHD), Akın Birdal – verübt hatte, gibt es in dem daraufhin eröffneten Prozess keine inhaftierten Angeklagten mehr.
Nach dem bewaffneten Angriff auf den Arbeitsplatz von Semih Tufan Gülaltay, dem Anstifter des Attentats auf den ehemaligen Vorsitzenden des Menschenrechtsvereins (İHD), Akın Birdal, war ein Gerichtsverfahren eingeleitet worden.
Wie Ersin Eroğlu von 10 Haber berichtet, entschied das Gericht bei der Verhandlung am 1. März am Justizpalast Istanbul-Anatolien, die inhaftierten Angeklagten Muştak Çimenci, İmdat Sakal und Mehmet Necib Aydemir aus der Haft zu entlassen.
Nach diesen letzten Freilassungen sind nun alle 123 Angeklagten, die in den Akten zur Organisation von Sedat Peker vor Gericht standen, auf freiem Fuß.
WAS WAR PASSIERT?
Am 26. Mai 2022 gegen 03:20 Uhr nachts wurde ein bewaffneter Angriff auf das Büro von Semih Tufan Gülaltay im Istanbuler Stadtteil Maltepe durch eine Person namens Furkan Taş verübt. Furkan Taş schoss mit seiner Waffe zunächst auf ein vor dem Büro geparktes Fahrzeug. Önder Erkut, der Fahrer von Gülaltay, der sich im Gebäude befand, erwiderte das Feuer. Taş verstarb noch am Tatort an den Schussverletzungen. Im Zusammenhang mit dem Tod von Taş war am Justizpalast Istanbul-Anatolien ein Verfahren eröffnet worden.
Die Ermittlungen zu dem Angriff wurden im Juli 2023 abgeschlossen. Die Generalstaatsanwaltschaft Istanbul-Anatolien erhob Anklage gegen 10 Personen, darunter auch Sedat Peker. In der Anklageschrift wurde behauptet, dass der Angreifer Furkan Taş in Verbindung mit den Leuten von Peker gestanden habe.
In der Anklageschrift wurde zudem behauptet, dass Peker eine kriminelle Vereinigung gegründet habe und den Mitgliedern der Organisation den Befehl gegeben habe, Gülaltay zu töten. Es wurde festgehalten, dass die Tat im Versuchsstadium steckengeblieben sei. Für Peker wurde wegen „Gründung und Leitung einer kriminellen Vereinigung“ sowie „versuchten vorsätzlichen Mordes“ eine Freiheitsstrafe von 15 bis 27 Jahren gefordert.
Nachrichtenquelle: 12punto
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