BTK ergreift Maßnahmen gegen Mobilfunkbetreiber!
Nach dem Zusammenbruch der Telefonnetze infolge des Erdbebens der Stärke 6,2 am 23. April und tausenden Beschwerden aus Gebieten mit schlechtem Empfang hat die BTK gehandelt. Die Qualität der Mobilfunksignale wird nun landesweit schrittweise gemessen. Sollten Betreiber an Orten mit Funklöchern durchfallen, drohen ihnen hohe Geldstrafen.
Nach dem Erdbeben der Stärke 6,2 am 23. April hatte der Zusammenbruch der Mobilfunknetze in der Öffentlichkeit für große Empörung gesorgt.
Angesichts der zahlreichen Beschwerden über Gebiete ohne Mobilfunkempfang hat die Informations- und Kommunikationstechnologiebehörde (BTK) nun gehandelt. Mit dem Ziel, die Qualität der Mobilfunkdienste in der gesamten Türkei zu verbessern, baut die BTK ein neues Feldüberwachungsnetz auf. Dieses soll Messungen der Signalstärke und Dienstqualität in einem breiten Spektrum ermöglichen – von Stadtzentren bis hin zu ländlichen Gebieten, von historischen Stätten bis zu Industriegebieten sowie in Tunneln, auf Autobahnen und entlang von Eisenbahnstrecken.
Dieser Schritt kündigt zudem ernsthafte Sanktionen gegen Mobilfunkbetreiber an, die ihre Kunden benachteiligen.
Wie die regierungsnahe Zeitung Sabah berichtet, sieht der neue Entwurf der BTK-Verordnung vor, dass private Unternehmen die Befugnis erhalten, die Netzabdeckung und Dienstqualität der Mobilfunknetze zu messen. Auf diese Weise wird die Leistung der Betreiber nicht mehr nur auf Basis mündlicher Beschwerden, sondern anhand objektiver Daten bewertet. Die Messungen werden sowohl an festen Standorten als auch während der Fahrt durchgeführt.
Die Messfahrzeuge werden im innerstädtischen Verkehr mit einer Geschwindigkeit von 20 bis 50 km/h und auf Überlandstraßen mit 80 bis 120 km/h unterwegs sein. Durch diese Tests bei verschiedenen Geschwindigkeiten soll die Signalqualität in Echtzeit ermittelt werden.
Das von der BTK geplante System sieht vor, dass Mobilfunkbetreiber, die keine ausreichende Dienstqualität gewährleisten können, mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. Unternehmen, die ihre Signalabdeckung nicht verbessern, müssen mit einer Verwaltungsstrafe in Höhe von 0,2 Prozent ihres Bruttoumsatzes des Vorjahres rechnen. Das bedeutet, dass die Probleme nicht nur erfasst werden, sondern Unternehmen, die keine Lösungen anbieten, auch finanziell unter Druck gesetzt werden.
Darüber hinaus werden auch die privaten Firmen, die diese Messungen durchführen, nicht von der Verantwortung befreit. Sollten bei den Tests Fehler festgestellt werden, wird gegen das betreffende Unternehmen eine Strafe in Höhe des 20-fachen Wertes der erteilten Zulassungsbescheinigung verhängt. Auf diese Weise soll die Zuverlässigkeit sowohl des prüfenden als auch des geprüften Systems erhöht werden.
Nachrichtenquelle: 12punto
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